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31.05.2016

Klimawandel-Wende in Deutschland?

Starkregen und Stürme, Schlamm und Geröll, eingestürzte Häuser. Autos und Bäume schwimmen durch die Straßen: Das schwäbische Dorf Braunsbach bietet ein Bild der Verwüstung.

Verzweifelte Menschen trösten sich gegenseitig. Fassen können sie es nicht, was innerhalb einer Stunde in ihrem Ort passiert ist. Innerhalb von 60 Minuten hat es so viel geregnet wie sonst im gesamten Monat Mai.

Bisher kannten wir solch apokalyptische Bilder meist aus armen Ländern wie Nepal, Indien oder Pakistan oder aus Lateinamerika. Und Meteorologen waren hierzulande beim Thema Klimawandel meist zurückhaltend.

Ihre Standard-Erkenntnis hieß: Eine einzelne Naturkatastrophe ist noch kein Hinweis auf den globalen Klimawandel. Man dürfe Wetter nicht mit Klima verwechseln.

Anders jetzt: Katja Honeffer sprach im ZDF zu den Bildern aus Braunsbach von den „Folgen des Klimawandels“ und warnte wie auch andere Wetterfrösche von den bevorstehenden Veränderungen auch in Deutschland.

„Klimaretter.info“ schreibt: „Durch den Klimawandel wird Starkregen in Deutschland häufiger vorkommen“. Der Deutsche Wetterdienst geht davon aus, dass Starkregenereignisse in den kommenden Jahrzehnten um bis zu 50% zunehmen werden.  Hausbesitzer müssen damit rechnen, dass Versicherungen künftig nicht mehr für die Schäden aufkommen. Schon bisher war es in einigen Ländern Praxis, dass Versicherungen Häuser in der Nähe des Meeres oder an Flüssen nicht mehr versicherten.

Das Recherchebüro Correktiv will herausgefunden haben, dass sich auch in Deutschland Versicherungen damit gegen den Klimawandel wappnen, dass sie Schäden an Häusern, die durch Starkregen oder Überschwemmungen entstanden sind, nicht mehr bezahlen wollen. Kunden würde gekündigt oder Neu-Abschlüsse nur mit unbezahlbaren Tarifen angeboten.

Auch hierzulande könnten künftig viele Häuser „unversicherbar“ werden. Vielleicht markiert Braunbach so die Wende beim Klimawandel in Deutschland. Muss immer erst etwas passieren bis wir aufwachen?


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Quelle   FRANZ ALT 2016

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