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05.01.2018

UN-Chef: „Alarmstufe Rot für unsere Welt“

Deutsche Spitzenpolitiker haben zwischen den Jahren die großen globalen Probleme wieder einmal verdrängt und versucht, ihre Wähler einzulullen. In dieser Situation redet wenigstens noch der UNO-Chef Antonio Guterres Klartext. Wörtlich sagte er soeben: „Ich rufe Alarmstufe Rot für unsere Welt aus.“ 

Deutsche Spitzenpolitiker haben zwischen den Jahren die großen globalen Probleme wieder einmal verdrängt und versucht, ihre Wähler einzulullen. Das galt für die Neujahrsansprache der Bundeskanzlerin ebenso wie für die Behauptung von Sigmar Gabriel, wonach sich die SPD im Jahr 2017 zu sehr um Umweltschutz anstatt um Arbeitsplätze gekümmert habe. Dabei ist die Arbeitslosenstatistik besser als je zuvor seit 1990, aber der Umwelt geht es schlechter als je zuvor.

In dieser Situation redet wenigstens noch der UNO-Chef Antonio Guterres Klartext. Wörtlich sagte er soeben: „Ich rufe Alarmstufe Rot für unsere Welt aus.“

Nach den peinlichen Beruhigungspillen von Merkel und Gabriel stellt sich die Frage: Wie kann es Deutschland gut gehen, wenn es dem Planeten so schlecht geht?

Guterres erinnert an die „Rückkehr zur Angst vor einem Atomkrieg“, an den Klimawandel, an die „wachsende Ungleichheit zwischen arm und reich“, an „zunehmenden Nationalismus“ und an „Fremdenfeindlichkeit“.

Der UN-Chef ist weit näher an den Problemen unserer Zeit als die verantwortungslosen deutschen Verniedlicher und Harmonisierer. Das Artensterben nimmt in Deutschland wie auch global dramatische Ausmaße an, das Eis an den Polen schmilzt dreimal schneller als es Gletscherforscher noch vor zehn Jahren für möglich hielten, die Permafrostböden tauen auf, Stürme werden stärker, die Klimaerhitzung immer dramatischer und die Weltbevölkerung wird bis zum Ende unseres Jahrhunderts wahrscheinlich von heute 7,6 Milliarden Menschen auf zehn Milliarden wachsen.

Der Club of Rome konstatiert, dass alle wichtigen Trends noch immer in die falsche Richtung laufen. Alle wesenlichen Trends bestätigen den Befund „Alarmstufe Rot“ des UN-Chefs und widersprechen den Märchen der deutschen Schlafmützen-Politiker.

70% der hiesigen Bevölkerung wollen weniger Plastikmüll, 92% mehr erneuerbare Energie, drei Viertel bessere Kennzeichnung der Lebensmittel und weniger Gift wie Glyphosat auf dem Acker.

Aber was macht die Politik in all diesen Fragen? Sie verpennt jeden Fortschritt, obwohl ihn ihre Wählerinnen und Wähler wollen. Wieso wundern wir uns dann noch über Politik- und Parteien-Verdrossenheit, wenn sich im Schatten von großen Koalitionen der große Schlaf ausbreitet?

Wer will sich schon von Feiglingen und Schlafmützen regieren lassen? Den Wählern darf man nichts zumuten, man muss sie einschläfern? Das ist die große Lebenslüge der deutschen Politik am Beginn des neuen Jahres.

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 UN-Generalsekretär António Guterres: Neujahrsbotschaft

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Liebe Freunde aus aller Welt, ein glückliches Neues Jahr.

Als ich vor einem Jahr mein Amt antrat, erbat ich für 2017 ein Jahr des Friedens.

Leider ging die Welt grundlegend in die umgekehrte Richtung.

Am Neujahrstag 2018 rufe ich nicht dazu auf. Ich warne – Alarmstufe rot für unsere Welt.

Konflikte haben sich vertieft und neue Gefahren sind aufgetreten.

Globale Ängste vor Atomwaffen sind am stärksten seit dem Kalten Krieg.

Der Klimawandel bewegt sich schneller als wir.

Ungleichheiten wachsen.

Wir sehen schreckliche Menschenrechtsverletzungen.

Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit steigen.

Am Beginn von 2018 rufe ich zur Einheit.

Ich glaube ehrlich, dass wir unsere Welt sicherer machen können.

Wir können Konflikte lösen, Hass überwinden und gemeinsame Werte teilen.

Aber wir können es nur gemeinsam machen.

Ich bitte alle Führenden überall um diesen Neujahrvorsatz:

Verringert die Schere. Überbrückt die Gräben.

Baut Vertrauen wieder auf, indem ihr die Menschen für die gemeinsamen Ziele zusammenbringt.

Geschlossenheit ist der Weg.

Unsere Zukunft hängt davon ab.

Ich wünsche Ihnen für 2018 Frieden und Gesundheit. Thank you. Shokran. Xie Xie. Merci. Spasiba. Gracias. Obrigado.

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Quelle   Franz Alt 2018

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