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24.02.2017

E-Autos um den Faktor 9 klimafreundlicher

Eine neue VCÖ-Publikation macht deutlich: Elektrifizierung des Verkehrs nötig, um Energie- und Klimaziele zu erreichen.

Spätestens zwischen 2028 und 2030 sollten keine Neuwagen mehr mit Verbrennungsmotor verkauft werden

Betrachtet man die Gesamtbilanz inklusive der Herstellung der Kraftstoffe dann verbraucht ein Diesel-Pkw pro Personenkilometer zweieinhalb Mal so viel Energie wie ein E-Pkw. Die CO2-Bilanz der E-Fahrzeuge hängt von der Stromerzeugung ab. Diesel- Pkw verursachen viereinhalb Mal so hohe klimaschädliche CO2-Emissionen wie E-Pkw mit österreichischem Strommix. Wird Ökostrom getankt, verbessert sich die CO2-Bilanz des E-Pkw nochmals deutlich: Diesel-Pkw verursachen dann rund neun Mal so viele CO2-Emissionen. E-Pkw sind um ein Vielfaches energieeffizienter und klimaverträglicher als Diesel-Pkw und Benziner, stellt der VCÖ fest. Zusätzlich stoßen sie beim Fahren keine gesundheitsschädlichen Schadstoffe aus. Noch besser ist die Energie- und Klimabilanz des Bahnverkehrs sowie für kürzere Strecken von Radfahren und Gehen.

Herausforderung erdölfreier Güterverkehr

Für größere Transporte ist die Entwicklung von E-Lkw voranzutreiben.‘Dass MAN in Steyr mit der Produktion von e-Trucks startet, ist erfreulich. Gefordert ist auch die Politik: Auf EU-Ebene braucht es CO2-Grenzwerte für neue Lkw’, so VCÖ-Expertin Rasmussen.

Verkehrssparende Siedlungsentwicklung Voraussetzung für Energiewende

‘Die Verkehrs- und Raumplanung der vergangenen Jahrzehnte hat nicht die Mobilität erhöht, sondern lediglich den Verkehrsaufwand und den Energiebedarf. Infolge der Zersiedelung sind die Distanzen in die Arbeit und zum Einkaufen deutlich länger geworden’, stellt VCÖ-Expertin Rasmussen fest. Durch die Stärkung der Ortszentren und der Nahversorgung und dem Stopp der Zersiedelung ist es möglich, bis zum Jahr 2050 den Verkehrsaufwand deutlich zu verringern. Zudem braucht es einen klaren Zeitplan für den Ausstieg aus dem Erdöl. Spätestens zwischen 2028 und 2030 sollten keine Neuwagen mehr mit Verbrennungsmotor verkauft werden.

Schweden: 121 Euro pro Tonne CO2

Großen Handlungsbedarf gibt es in Österreich beim Steuersystem. Derzeit sind die Steuern auf Arbeit hoch, während Energie- und Ressourcenverbrauch sehr niedrig besteuert sind, was sowohl aus ökologischer als auch aus ökonomischer und arbeitsmarkpolitischer Sicht kontraproduktiv ist. Das zeigt auch der Vergleich mit Schweden, wo bereits im Jahr 1991 begonnen wurde, das Steuersystem zu ökologisieren. Heute hat Schweden eine CO2-Abgabe von umgerechnet 121 Euro pro Tonne CO2. In Schweden betrug das Wirtschaftswachstum zwischen 2000 und 2014 insgesamt 31 Prozent, in Österreich war es mit 21 Prozent um ein Drittel niedriger. Gleichzeitig nahmen die CO2-Emissionen in Schweden mit acht Prozent stärker ab als in Österreich (drei Prozent). Der VCÖ spricht sich für die rasche Umsetzung einer ökologischen Steuerreform und für die schrittweise Einführung einer CO2-Abgabe aus.

Weitere Infos in der VCÖ-Publikation: "Energie für erdölfreie Mobilität"

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Quelle    VCÖ 2017

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