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06.06.2013

Auf der Sonnenseite

Erneuerbare Energien im Buchregal. Energiewende als persönliches Anliegen. Warum uns die Energiewende zu Gewinnern macht.

Zypern, Griechenland, Italien – jeden Tag gibt es neue Nachrichten über die Wirtschaftskrise, ohne das ein Ende in Sicht wäre. Die tägliche Medienpräsenz lenkt allerdings von der „Mutter aller Krisen“ ab. Als solche sieht der Journalist Franz Alt den Klimawandel, der allerdings als grundsätzliches Problem der modernen Gesellschaft immer noch nicht erkannt würde.

Auf dieser These baut Alts Sachbuch „Auf der Sonnenseite“ auf, das auf die drohenden Gefahren durch Wasserknappheit, Versteppung und daraus folgenden Klimakriege verweist und die Energiewende als Lösung des Problems darstellt. Somit will dieses Buch nicht nur die bestehenden Probleme aufzählen, sondern vor allem viele Erfolgsgeschichten erzählen, die zeigen, dass die Energiewende nicht nur nötig, sondern auch möglich ist.

Dafür gliedert Alt seinen Text in sehr kurze Kapitel, die es den Lesern ermöglicht, konkrete Themen einfach zu finden und nachzuschlagen. Dabei merkt der Leser schnell, dass Alt ein echter Fan der Solarenergie und überzeugter „Prosumer“ ist.

Viele Beispiele, die Alt für seine Argumentationen heranzieht, stammen aus dem Bereich der Sonnenenergie. So wird der Text zu Alts sehr persönlichem Projekt. Denn der Leser erfährt mehr über seinen Weg vom Atombefürworter hin zum aktiven Gegner und überzeugten Verfechter des Ausbaus der Erneuerbaren Energien.

Häufig streut er private Anekdoten sowie berufliche Erlebnisse ein, um zu zeigen, dass der Klimawandel kein theoretisches Konstrukt ist, sondern sich auch schon im Alltag eines aufmerksamen Mitteleuropäers zeigt. Alt ist als Journalist schon sehr lange im Geschäft.

Sein enormer Erfahrungsschatz kommt jüngeren Lesern besonders dann zu Gute, wenn er zum Beispiel zehn Jahre alte Parolen der konventionellen Energielobby aus der Versenkung holt und damit demonstriert, mit welchen hanebüchenen Ressentiments Erneuerbare Energien anfangs zu kämpfen hatten.

Gleichzeitig diskutiert er auch, wie subtil die Gegenargumente heutzutage die öffentliche Diskussion durchwirken. Der Text ist damit ein gelungener „Rundumschlag“, der sich vor allem für Themeneinsteiger eignet.

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Quelle   Renews April 2013