Ad

Anzeige

Zurück zur Übersicht

22.08.2013

Warum wir Wirtschaft neu denken müssen

Unternehmen sind die Grundbausteine der Wirtschaft. Doch wie müssen sie aussehen, um eine Green Economy zu ermöglichen und zu befördern? Sie bilanzieren und versteuern die Kosten ihres Naturverbrauchs und setzen auf ehrliche, ethisch korrekte Werbung. Die Zeiten multinationaler Giganten sind vorbei, ebenso die extensive Überschuldung durch unbegrenzte Aufnahme von Fremdkapital.

In "Corporation 2020. Warum wir Wirtschaft neu denken müssen", das am 30. September im oekom verlag erscheint, erläutert Pavan Sukhdev, ehemaliger Top-Manager der Deutschen Bank, seine Vision einer neuen Unternehmenskultur.

Der Raubbau an unserem Planeten hat mittlerweile beängstigende Ausmaße angenommen. Ob im Bergbau, im Energiesektor oder in der Automobilbranche - ohne Unterlass machen wir uns die Dienstleistungen seiner Ökosysteme zunutze. Die Kosten dafür sind in den Produkten meist nicht enthalten; exzessiver Naturverbrauch ist und bleibt ein billiges Unterfangen. Die Konsequenzen: Umweltverschmutzung, Klimawandel, Ressourcenknappheit. "Viele, wenn nicht die meisten unserer Probleme sind die Folge einer Kombination aus Marktversagen und verantwortungslosem und kurzfristig ausgerichtetem Verhalten", so Lord Nicholas Stern im Vorwort des Buches.

Längst ist man sich einig: Unser Wirtschaftssystem ist diesen Problemen nicht gewachsen, Alternativen werden gesucht. "Postwachstum", "Große Transformation" und "Nachhaltigkeit" sind hier die bislang gehandelten Schlagworte; sie setzen in unterschiedlichem Maße auf den Umbau der Volkswirtschaften, auf den Staat oder auf die Macht der individuellen Verhaltensänderung. Pavan Sukhdev sieht neben Politik und Gesellschaft vor allem die großen, multinationalen Konzerne in der Verantwortung. Sie sind die wichtigsten Akteure der modernen Wirtschaft, ihre Manager können und müssen Taktgeber für nachhaltiges Wirtschaften sein.

An die Stelle anachronistischer Unternehmensstrukturen, wie sie heute weltweit vorherrschen, muss eine neue Konzeption treten: die Corporation 2020. "Diese neue DNA des Unternehmens muss spätestens 2020 in der Wirtschaft erkennbar sein, denn dann werden wir den Grenzen der Tragfähigkeit des Planeten schon gefährlich nahe sein, wenn wir sie nicht bereits überschritten haben", so Sukhdev. Was wir brauchen, ist eine andere Wirtschaft, eine Wirtschaft, die ökonomische Entwicklung und soziale Gerechtigkeit fördert und gleichzeitig ökologische Risiken und Ressourcenknappheit mindert, da ist sich Sukhdev sicher.

Um dieses Ziel zu erreichen, hat er nicht nur ein Buch geschrieben, er hat auch eine Begleitkampagne ins Leben gerufen. Gemeinsam mit vielen prominenten Unterstützern aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft arbeitet "Corporation 2020" an einem neuen Unternehmenstypus, für den die Offenlegung von Externalitäten, die Besteuerung des Ressourcenverbrauchs, die Begrenzung von Fremdkapital sowie eine verantwortungsvolle Werbung zum guten Ton gehören.

"Ich bin sicher, das Buch wird seine Leser genauso in den Bann ziehen, wie es mich in den Bann gezogen hat!"  -  Sigmar Gabriel, SPD-Parteivorsitzender

"Ich freue mich darauf, in der Welt der Corporation 2020 Unternehmer zu sein."  -  Jochen Zeitz, ehem. Vorstandsvorsitzender PUMA, Director und Vorsitzender des Nachhaltigkeitskomitees von Kering

"Es ist ganz einfach: für eine nachhaltige Entwicklung braucht man eine grüne Wirtschaft, für eine grüne Wirtschaft, braucht man Corporation 2020."  -  Harrison Ford, US-Schauspieler

Pavan Sukhdev gründete bereits als junger Banker GIST, den Green Indian States Trust, mit dem er grüne Bilanzen für Indiens Unternehmen aufstellte. In seiner Karriere bei der Deutschen Bank leitete er unter anderem das Global Markets Center in Mumbai und gilt seitdem als einer der Schöpfer des modernen indischen Finanzmarktes. 2008 nahm er sich eine Auszeit als Banker, leitete die Green Economy Initiative der UNEP und wurde als Kopf der TEEB Studie zur ökonomischen Bewertung biologischer Vielfalt weltweit bekannt. Eines haben all seine Initiativen gemein: Sie treten dem Raubbau an unserem Planeten mit wirtschaftlicher Logik entgegen.

Pavan Sukhdev in Deutschland:

7. Oktober: Podiumsdiskussion in der Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin

8. Oktober: Vortrag in der Urania, Berlin

9. und 10. Oktober: Frankfurter Buchmesse

Zurück zur Übersicht

Quelle   oekom verlag GmbH 2013