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29.08.2013

Die zersplitterte Welt - Was von der Globalisierung bleibt

Karin Kneissl macht mit ihrem neuesten Buch einen Blick in die Zukunft- dieser ist nicht unbedingt ermutigend. Es geht zu Ende mit dem Zeitalter der Globalisierung meint sie, es geht in eine Zeit der Zersplitterung, turbulente Zeiten kommen.

Der Westen büßt nach mehr als 500 Jahren seine Vorherrschaft über den Planeten ein. Dies bringt zwar Chancen, aber auch Risken. Staaten zerbrechen, Syrien und der Irak zeigen auf, was passieren kann.

Auch für die Europäische Union gibt es Gefahren, sie leidet an inneren Widersprüchen, Kneissl meint, sie wolle zwar nicht schwarz sehen, aber wir sollten der Realität ins Auge schauen: Probleme in Südeuropa für Millionen Menschen werden durch die Wirtschafts- und Finanzkrise noch verstärkt, die daraus entstehende Perspektivlosigkeit sei leider ein idealer Nährboden für politischen und religiösen Extremismus.

Sie befürchtet "eine soziale Explosion", beispielsweise in Ländern wie Griechenland oder Spanien. Eine Folge der Krise ist die Stadtflucht: einige Kleintiere, ein Obst- und Gemüsegarten - ist das wirklich die Zukunft für Europa? Karin Kneissl befürchtet eine Wende in diese Richtung. Das heißt ein Aus für die Globalisierung - "Entglobaliserung".

Viele Themen werden angesprochen, nicht nur das mögliche Ende der bisherigen westlichen Welt- auch der Klimawandel, die Zukunft des Strommarkts oder sogar die Krise der traditionellen Medien.

Sie zieht Schlüsse aus der Geschichte, Revolutionen begannen immer mit Schulden, die von der Gesellschaft nicht mehr bezahlt werden konnten. Sie zitiert den französischen König Louis XVI. , Gorbatschow und Honecker. Immer waren es die unbezahlbaren Schulden, die zum Wandel führten.

Karin Kneissl reißt viele Fragen an und gibt mögliche Antworten. Wer ist in der Zukunft wichtiger- die großen Städte? Oder doch die kleinen Einheiten, die Dörfer? Werden wir diesen vehementen Wohlstandsverlust tatsächlich si erleben? Hat Europa gegen aufstrebende Staaten wie Brasilien, Russland, Indien, Südafrika und China überhaupt noch eine Chance?

Alles in allem: Ein äußerst interessantes und gleichzeitig in manchem sehr provokatives Buch, das einfach zum Nachdenken über unsere Gesellschaft und die derzeitige Politik anregt.

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Quelle   oekonews.at | holler 2013