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24.11.2011

Tipps für sicheres Radfahren im Winter

Der Winter ist für viele Alltagsradler Anlass, ihren Drahtesel stehenzulassen und auf Bus und Bahn auszuweichen.

Der Winter ist für viele Alltagsradler Anlass, ihren Drahtesel stehenzulassen und auf Bus und  Bahn auszuweichen. Doch vor allem in der Stadt schwingen sich passionierte Radfahrer auch bei  widrigen Wetterbedingungen auf den Sattel, um flexibel, schnell und umweltschonend an ihr Ziel zukommen. Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) gibt dazu Tipps, wie Radler trotz des Winterwetters gut und sicher unterwegs sein können.

Um bei Minusgraden auf dem Rad nicht zu frieren, aber auch nicht in zu warmer Kleidung ins  Schwitzen zu geraten, rät der VCD zum Zwiebel-Prinzip: Auf atmungsaktive Funktionsunterwäsche, die Feuchtigkeit schnell vom Körper weg transportiert, folgt eine wärmende Schicht – etwa ein Fleece-Pullover – und darüber eine wind- und wasserabweisende, aber dennoch möglichst atmungsaktive Jacke.

Handschuhe sollten so gewählt werden, dass sie  auch bei Gegenwind warmhalten, aber beim Bremsen und Schalten nicht zu sehr einschränken.  Eine Radmütze oder – wer mit Helm unterwegs ist –eine Unterziehmütze schützten den Kopf,  Ohrenwärmer die Ohren vor kaltem Fahrtwind.

Eis und Schnee begegnet man am besten auf Reifen mit grobem Schneeprofil und – für  Fahrräder zulässigen – Straßen-Spikes. Die Fahrradkette muss öfter und gut geschmiert werden, um Schnee und Streusalz zu widerstehen. Leichtgängige Bremszüge und optimal eingestellte Bremsen mit auf das Felgenmaterial abgestimmten, gut wirkenden Bremsbelägen machen die  Bremse gut dosierbar und erleichtern das Anhalten bei kritischen Fahrbahnverhältnissen.

Angepasste Geschwindigkeit ist bei Schnee und Glätte dennoch erforderlich. Wenn es  unerwartet rutschig wird, empfiehlt der VCD, das Fahrrad rollen zu lassen und erst dann äußerst  vorsichtig zu bremsen. Wer den Sattel etwas niedriger als gewöhnlich einstellt, bekommt bei  Bedarf schnell mit beiden Füßen Bodenkontakt.

Sind als benutzungspflichtig gekennzeichnete Radwege oder Radfahrstreifen nicht von Schnee  oder Eis befreit und unbenutzbar, dürfen Radler auf der allgemeinen Fahrbahn fahren. Damit  sollten Autofahrer bei Schnee und Eis jederzeit rechnen! Kindersitze sollten aufgrund der  erhöhten Unfallgefahr bei Glätte tabu sein.

Grundsätzlich gilt bei Glätte, Schnee und Matsch: Vorausschauend fahren und auf andere  Verkehrsteilnehmer achten. Weil es länger dunkel ist, muss man sehen und gesehen werden.

Das Fahrradlicht muss funktionieren. Sogenannte Seitenläufer-Dynamos, die von der Seitenwand des Reifens angetrieben werden, rutschen bei Nässe oder Schnee gern durch, und das Licht fällt aus.

Der VCD rät daher zumindest zu zuverlässiger Ergänzungsbeleuchtung (mit  Prüfzeichen) und grundsätzlich zu sicheren Beleuchtungssystemen. Dazu gehören  Nabendynamos, helle, dauerhaltbare LED-Scheinwerfer, Standlicht auch vorn und zweiadrige, sicher angeschlossene und verlegte Kabel. Alle Reflektoren am Rad müssen sauber sein, sonst  wirken sie nicht.

Zusätzliche Aufmerksamkeit schaffen helle Kleidung, am besten mit  reflektierenden Streifen, sowie beim Abbiegen gelbe Reflektor-Armbänder

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Quelle   VCD (Verkehrsclub Deutschland) 2011