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15.05.2014

Korrekt kaufen: LOHAS und die Macht der Konsumenten

Genussvoll und gesund leben und gleichzeitig nachhaltig handeln.

Den „Lifestyle of Health and Sustainability“ (LOHAS) leben inzwischen mehr als zehn Mio. Deutsche1, Tendenz steigend. Sie kaufen „korrekte“ Produkte, nämlich solche, die ökologisch und moralisch einwandfrei sind, und tragen damit zu einem gesellschaftlichen Wertewandel bei. Auf der Webseite brandoscope.com können LOHAS-Anhänger und Menschen, die bewusst konsumieren, Unternehmen finden, welche nach verschiedenen Richtlinien der Nachhaltigkeit wirtschaften und von einem Nachhaltigkeitssiegel zertifiziert wurden.

LOHAS sind Konsumenten, die nicht Geld und Konsum, sondern einen gesunden und nachhaltigen Lebensstil anstreben. Sie schätzen eine hohe Warenqualität, achten auf deren ökologische Herkunft sowie eine Produktion unter gerechten Arbeitsbedingungen und freuen sich an weniger Zusatzstoffen. LOHAS sind längst keine Randerscheinung mehr: Schätzungen zufolge wird inzwischen jeder dritte Bewohner der westlichen Welt zu diesem Konsumtyp gerechnet, der über alle soziale Milieus hinweg zu finden ist2.

Den Begriff prägte der US-amerikanische Soziologe Paul H. Ray, als er im Jahr 2000 eine Käufergruppe beschrieb, die ihre Kaufentscheidungen an sozialen und moralischen Werten ausrichtet. Die Anhänger des nachhaltigen Lebensstils sind jedoch nicht die „neuen Ökos“ im Sinne der Konsum verweigernden Anhängern der Umweltbewegung aus den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts - LOHAS vereinen bislang Widersprüchliches wie Nachhaltigkeit und Genuss, Konsum und Verantwortung oder Technik und Natur.

Dabei geht es ihnen nicht darum, mehr, sondern vor allem nachhaltig zu konsumieren. Diesen Konsumstil überträgt die Konsumentengruppe auf ihre gesamte Einkaufs-, Verbrauchs- und Lebenswelt. Das bedeutet, dass neben der Ernährung und Gesundheit auch die Themen Mobilität, Technologie, Finanzinvestitionen, Bekleidung, Kosmetik, Urlaub, Sport, Elektronik usw. nach den LOHAS-Kriterien bewertet werden3.

Hilfe dafür, bewusst und nachhaltig zu konsumieren, leistet die Webseite brandoscope.com. Dort sind Unternehmen und Dienstleister aufgelistet, welche von einem oder mehreren anerkannten Nachhaltigkeitssiegeln zertifiziert wurden. Neben den bekannten Siegeln wie Fairtrade, Bioland und Der blaue Engel gibt es zahlreiche weitere, welche die Einhaltung unterschiedlicher Anforderungen der Nachhaltigkeit bescheinigen. Die Suche nach einem nachhaltig wirtschaftenden Unternehmen ist auf brandoscope.com denkbar einfach: Sie erfolgt nach Branchen und/oder nach dem Zweck des Siegels. Dabei können die unterschiedlichen Aspekte von Nachhaltigkeit einzeln oder gesamt abgefragt werden. Die Webseite versteht sich als globales Verzeichnis und ist in zehn Sprachen abrufbar.

Verbraucher können unter Zuhilfenahme von brandoscope.com ohne großen Aufwand durch den bewussten Konsum ihren Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten. Denn die zunehmende Nachfrage nach ökologisch produzierter und sozialverträglicher Ware zieht ein wachsendes Angebot nach sich. Der steigende Absatz von Bio-Produkten und Waren aus fairem Handel zeigt, wie jeder einzelne Kunde mit seinem kleinen Beitrag den Markt nachhaltiger und fairer werden lässt.

Bereits jetzt sind neun von zehn Erwachsenen an ethischem Konsum interessiert4. Bis 2015, meint das Zukunftsinstitut, werden die Anhänger des LOHAS weltweit die Konsummärkte dominieren.

Quellen:

1 Typologie der Wünsche 2011. Institut für Medien- und  Konsumentenforschung

2 Rehrmann, N.: UGB-FORUM 1/08 S. 48-49

3 SPIEGEL QC. LOHAS

4 „Trendreport Grün“, Seven One Media, November 2009

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Quelle   brandoscope 2014