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05.03.2013

Wohin mit dem Atommüll?

3sat-Wissenschaftsmagazin "nano"

Wohin mit dem Atommüll?

Selbst wenn wir aus der Atomenergie aussteigen, strahlen die verbrauchten Brennstäbe jahrhundertelang weiter. Wohin mit dem Müll? In Deutschland hatte man in der Vergangenheit auf einen Salzstock als Endlager gesetzt. Inzwischen favorisieren immer mehr Experten Tongestein, wie es in der Schweiz, Deutschland und Frankreich vorkommt. In solchen Formationen lasse sich ihrer Meinung nach in 600 Metern Tiefe radioaktiver Abfall sicher lagern.

Ein Blick in das 3sat-Land Schweiz zeigt, wie man anders mit der Endlagersuche umgehen kann. Dort wurden bisher sechs mögliche Standortgebiete für ein Atommüll-Endlager ausgewählt. Unter Beteiligung der betroffenen Bevölkerung werden die Lagerprojekte zurzeit konkretisiert und miteinander verglichen. Anschließend soll über den Bau eines Tiefenlagers wahrscheinlich in einer nationalen Volksabstimmung entschieden werden. Ein Modell mit Vorzeigecharakter oder bloß Alibi-Übung?

Inge Stutz, Gemeinderätin in Marthalen, jedenfalls sagt während des Verfahrens zur Lagersuche: "Wenn es sich herausstellt, dass hier in diesem Gebiet das sicherste Tiefenlager entstehen könnte, dann muss man wohl in den sauren Apfel beißen. Aber bis es soweit ist, möchte ich das wirklich alles sehr kritisch hinterfragen."

Das 3sat-Wissenschaftsmagazin "nano" nimmt für die "spezial"-Ausgabe "Wohin mit dem Atommüll?" die Probleme bei der Endlagersuche und die möglichen Standorte in Deutschland unter die Lupe. "nano spezial" schaut, wie im Vergleich dazu die Schweiz mit dem Großprojekt in wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Sicht umgeht. Für Moderatorin Kristina zur Mühlen bleibt aber das Problem, dass ein solches Lager "ja nicht nur gefunden und aufgebaut, sondern auch bewacht, gewartet und repariert werden muss. Jahrhunderte lang!"

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ARTE-MediatheK: Die Welt nach Fukushima

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Quelle   3sat 2013