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01.08.2011

Klimaforschung: Rohdaten im Internet

Klimawissenschaftler des britischen Met Office reagieren auf Kritik und veröffentlichen Rohdaten im Netz, die die Grundlage ihrer Analysen zur Erderwärmung darstellen.

Das britische Met Office, die staatliche Wetterforschungsstation im vereinigten Königreich, hat umfangreich Rohdaten im Internet veröffentlicht, welche Grundlagen der Forschung zum Klimawandel sind. Damit ermöglichen sie anderen Wissenschaftlern, Forschungsergebnisse nachzuprüfen. Die sogenannten HadCRUT3-Daten waren teilweise Grundlage der Aussagen in den IPCC-Berichten.

Hintergrund der Veröffentlichung ist die sogenannte "Climategate"-Affäre im Jahr 2009, als im Internet private E-Mails von Klimaforschern auftauchten. Klimaskeptiker behaupteten damals, in den E-Mails beweise für Fälschungen in den Klimawissenschaften finden zu können. Mehrere Untersuchungen weltweit ergaben jedoch, dass es für diese Vorwürfe keine Grundlage gibt. In einem Kritikpunkt musste man den Klimaskeptikern allerdings recht geben: Häufig waren Rohdaten, die die Grundlage von Berechnungen bildeten, nicht öffentlich verfügbar und wurden auch auf Anfrage nicht an andere Forscher weitergegeben.

Die jetzige Veröffentlichung des Met Office ist eine Reaktion darauf. Ihr ging eine längere Außeinandersetzung zwischen der Universität von East Anglia und der britischen Behörde für Datenschutz und Informationsfreiheit (Information Commissioner's Office, ICO) voraus. Die Universität beklagte, dass viele Urheber der Daten mit einer Veröffentlichung nicht einverstanden seien. Insbesondere die staatlichen Forschungsstattionen von Trinidad und Tobago hatten einer Veröffentlichung explizit widersprochen. Doch das ICO erklärte, das Interesse der Öffentlichkeit an den Daten sei hier wichtiger zu werten. Einzig die Daten von einigen polnischen Wetterstationen wurden aus unbekannten Gründen nicht veröffentlicht.

Den kompletten Artikel können Sie hier lesen

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Quelle   © Franz Alt 2011