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11.09.2011

VW weiter im Visier von Greenpeace

In 40 Städten protestieren Greenpeace-Aktivisten heute vor VW-Händlern gegen die schlechte Klimabilanz der VW-Wagenflotte.

Mit schwarzen Planen, versehen mit der Aufschrift "VW - Das Problem" verhüllen sie jeweils einen Golf 1.4 Benziner. Ihre Kritik: Dieser Golf ist das am meisten verkaufte Auto von VW – und zugleich das Gefährt mit der schlechtesten Klimabilanz.

Das Auto hat einen Spritverbrauch von 6,4 Litern auf 100 Kilometer und emittiert hierbei 149 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer. Die Umweltschützer kritisieren, dass der Golf zu den billigsten Autos in der Flotte des Konzerns gehört und demzufolge sehr häufig verkauft wird.

Zwar habe VW wirksame Techniken für einen geringeren Spritverbrauch entwickelt. Diese Technik kommt zum Beispiel in einem anderen Golfmodell zum Einsatz, das mit einem Dieselverbrauch von nur 3,8 Litern auf 100 Kilometer rund ein Drittel weniger Kohlendioxid ausstößt. Allerdings kostet dieses Modell den Autokäufer 3.000 Euro mehr.

„Für VW ist Klimaschutz reine Sonderausstattung“, wirft Wolfgang Lohbeck, Verkehrsexperte von Greenpeace, den Wolfburgern vor. Der Konzern verlange für die Extra-Klimaschutztechnik einen sehr viel höheren Preis als sie in der Produktion tatsächlich kosten würde, so Lohbeck weiter, und behindere damit den flächendeckeden Einsatz der Spritspartechnik.

„Klimaschutz darf keine Sonderausstattung bleiben.“ Greenpeace fordert den VW-Konzern auf, den Klimasünder Golf 1.4 Benziner vom Markt zu nehmen und seine Spritspartechnik komplett ohne Aufpreis anzubieten.

Schon am Donnerstag hatten Greenpeace-Aktivisten ein 16 mal sieben Meter großes Plakat mit dem Slogan „Climate Change made in Europe“ an der Zentrale des VW-Konzerns in Wolfsburg befestigt. Greenpeace hat VW schon länger im Visier.

Einen Spot des Unternehmens für den neuen Passat hatte die Organisation mit einem Gegenspot persifliert. Die jüngste Aktion steht im Kontext der Internationalen Automobilausstellung (IAA), die in der kommenden Woche in Frankfurt/Main beginnt. Auch in 26 weiteren europäischen Städten gibt es Protestaktionen, unter anderem in Paris und London.

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Quelle   KLIMARETTER.INFO | em 2011