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16.09.2011

Deutschland hatte sogar im 1. Halbjahr 2011 einen Stromexportüberschuss

Jetzt öffentlich gewordene Zahlen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft, BdEW, enthalten eine Sensation.

Sogar im 1. Halbjahr 2011 hat Deutschland vier Milliarden Kilowattstunden Strom mehr exportiert als importiert

Die Anhänger der Atomkraft hetzen seit Monaten: Deutschland schalte scheinheilig acht alte Atomkraftwerke ab und beziehe dann Atomstrom aus Frankreich und Tschechien. Der BdEW hat jetzt die Stromhandelszahlen für das erste Halbjahr 2011 veröffentlicht. Deutschland hat 29 Milliarden Kilowattstunden Strom in seine neun Nachbarländer geliefert und 25 Milliarden aus diesen Ländern bezogen.

Damit wird die seit Beginn des stürmischen Ausbaus der Erneuerbaren Energien beobachtbare Entwicklung nur abgeschwächt aber nicht abgebrochen: Deutschland kann seit Jahren Stromüberschüsse exportieren. Der Überschuss ist umso erstaunlicher, weil Frankreich wie Tschechien Atomstrom zu wettbewerbswidrigen Dumpingpreisen, die weder die Atommüll- noch die Haftungskosten beinhalten und durch Investitionssubventionen gedrückt wurden, anbieten.

Der internationale Stromaustausch hat eine lange Geschichte und ist im Prinzip vernünftig

Schon in den 1920er Jahren bauten die RWE aus dem Rhein-Ruhr Gebiet und die Vorarlberger einen Stromverbund zum beiderseitigen Nutzen auf. Denn die Österreicher errichteten viele Wasserkraftwerke und hatten so im Winter, wenn die Niederschläge als Schnee liegen bleiben, wenig Strom. RWE hingegen ließ im Winter gerne seine Kohlekraftwerke laufen, verkaufte die dabei auch anfallende Wärme (Kraft-Wärme-Kopplung) an die Hausbesitzer und transportierte einen Teil des Stromes nach Österreich. Im Sommer ging es dann andersherum.

Deutschland hat keinen Kraftwerks- oder Strommangel

Der Nettostrombedarf schwankt in Deutschland zwischen 40 bis max. 80 Gigawatt (Millionen Kilowatt). Und so sieht unser Kraftwerkspark im Sommer 2011 aus:

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Quelle   Raimund Kamm  (Vorstand) 2011FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V. 2011