Ad

Anzeige

Zurück zur Übersicht

06.10.2011

500 Milliarden für... Fossile

Mit einer halben Billion US-Dollar haben die Staaten weltweit den fossilen Energien im vergangenen Jahr unter die Arme gegriffen.

Obwohl sich die G20-Staaten 2009 darauf verständigt hatten, die Subventionen schrittweise auslaufen zu lassen, sind sie gegenüber 2009 weiter gestiegen. IEA und OECD fordern dringend Reformen.

Eine halbe Billion US-Dollar - das sind 500.000.000.000 beziehungsweise 500 Milliarden US-Dollar - haben die Staaten im vergangenen Jahr ausgegeben, um die Produktion und den Verbrauch fossiler Energien zu unterstützen. Diese Zahl vermeldet heute die Internationale Energieagentur (IEA). Gemeinsam mit der OECD empfiehlt sie, dieses Geld in Zukunft zugunsten von Umwelt und Wirtschaft einzusparen.

Die G20-Staaten hatten sich auf ihrem Treffen 2009 im amerikanischen Pittsburgh darauf verständigt, sich schrittweise aus der Subventionierung fossiler Energieträger zurückzuziehen. Man wolle, so hatten die Staatenlenker verkündet, die Subventionen auslaufen lassen, "die zu Energieverschwendung führen, die Energiesicherheit verringern, Investitionen in saubere Energien verhindern sowie die Klimaschutz-bemühungen unterwandern". Um sich einen Überblick darüber zu verschaffen, wie viel Geld hier fließt, hatten sie deshalb IEA, OPEC und Weltbank damit beauftragt, einen Bericht zu verfassen, der im November vergangenen Jahres vorgelegt wurde und Zahlen für 2009 lieferte.

Nun hat die IEA die Zahlen für 2010 bekannt gegeben - und verbindet die Veröffentlichung mit einem erneuten Appell an die Staaten, sich für den Abbau der Subventionen einzusetzen. OECD-Generalsekretär Angel Gurria und IEA-Direktorin Maria van der Hoeven brachten die Nachteile der Subventionen auf einen Punkt: Die Ziele, die eigentlich mit der Subventionierung erreicht werden sollten, würden zumeist verfehlt. Statt Armut zu mindern und die ökonomische Entwicklung zu befördern, führten die Zahlungen zu Energieverschwendung, verzerrten die Preisbildung an den Märkten und würden die Wettbewerbsfähigkeit von erneuerbaren Energien und Energieeffizienztechnologien beeinträchtigen. "Sowohl Entwicklungsländer als auch die entwickelten Staaten müssen ihre ineffizienten Subventionen für fossile Energien beenden", forderte deshalb OECD Generalsekretär Angel Gurria.

Den kompletten Artikel können Sie hier lesen

Zurück zur Übersicht

Quelle   kllimaretter.info | Eva Mahnke 2011