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09.10.2011

Klimawandel wichtiger als Wirtschaftskrise

Der Klimawandel macht den Europäern mehr Sorge als die wirtschaftliche Lage.

Dies ist das Ergebnis einer veröffentlichten Eurobarometer-Sonderumfrage. Über zwei Drittel der Europäer betrachten den Klimawandel als sehr ernstes Problem. Für 51 Prozent der Europäer ist er die größte globale Bedrohung, in Deutschland sind sogar 66 Prozent  dieser Meinung. Dagegen sehen etwas weniger als die Hälfte (45 Prozent) der Europäer die wirtschaftliche Situation als größtes Problem, in Deutschland sind dies 27 Prozent. Fast 79 Prozent der befragten Deutschen (EU-27: 80 Prozent) sind der Ansicht, dass die Bekämpfung des Klimawandels und ein effzienter Energieverbrauch Wirtschaft und Beschäftigung fördern können.

Connie Hedegaard, EU-Kommissarin für Klimapolitik, erklärte: „Die Umfrage zeigt, dass die deutliche Mehrheit der Europäer von ihren Politikern und Wirtschaftsführern erwartet, das ernste Klimaproblem jetzt in Angriff zu nehmen. Insbesondere die Tatsache, dass mehr als drei Viertel der Europäer die Verbesserung der Energieeffizienz als Mittel zur Schaffung neuer Arbeitsplätze betrachten, ist ein deutliches Signal an die Entscheidungsträger in Europa."

78 Prozenten der europaweit Befragten stimmten der Aussage zu, dass die Bekämpfung des Klimawandels und die Verbesserung der Energieeffizienz zur Förderung der Wirtschaft und der Beschäftigung in der EU beitragen können (gegenüber 63 Prozent im Jahr 2009). In allen Mitgliedstaaten waren mindestens zwei von drei Befragten dieser Ansicht.  68 Prozent sprachen sich dafür aus, die Besteuerung stärker am Energieverbrauch auszurichten. In jedem Mitgliedstaat war eine Mehrheit für eine solche Verlagerung. In allen 27 Mitgliedstaaten wird davon ausgegangen, dass sich die Europäische Union bis Mitte des Jahrhunderts zu einer klimafreundlichen Gesellschaft mit geringem CO2-Ausstoß entwickeln wird.

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Quelle   Europäische Kommission 2011