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21.10.2011

Immer mehr Armut

Knapp 16 Prozent der Menschen sind in Deutschland „armutsgefährdet“.

Sie haben weniger als 930 Euro im Monat. Viele können selbst davon nur träumen. Knapp ein Drittel von ihnen kann sich nicht einmal jeden zweiten Tag eine richtige Mahlzeit mit Fleisch, Fisch oder Geflügel leisten, 16 Prozent nicht immer eine warme Wohnung.

Diese Angaben stehen im neuen Sozialbericht und gelten für 2009. Also noch vor dem schwarz-gelben „Sparpaket“, das zum Beispiel Elterngeld für ALG-II-Bezieher/innen strich.

Besonders alarmierend: Menschen kommen immer schlechter aus der Armutsfalle heraus.

Kein Wunder: Seit Jahren nehmen prekäre Jobs zu, die Arbeitseinkommen stagnieren. Dafür werden die Reichen immer reicher, die Mittelschicht schrumpft. Die Gewinn- und Vermögenseinkommen sind geradezu explodiert. Seit 2000 um satte 30 Prozent – Preissteigerung bereits abgezogen.

Die Politik muss endlich reagieren: gesetzlicher Mindestlohn, überall gleicher Lohn für gleiche Arbeit, weg mit dem Zwang für Arbeitslose auch den miesesten Job annehmen zu müssen.

Das Steuerrecht ist ebenfalls gefordert: hohe Einkommen, Gewinne und Erbschaften müssen stärker besteuert, die Vermögensteuer muss wieder eingeführt werden. Für Finanzgeschäfte muss die Finanztransaktionsteuer her. So könnte der Armut in einem reichen Land endlich der Garaus gemacht werden.

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Quelle   Wirtschaftspolitik ver.di 2011V.i.S.d.P.:ver.di Bundesvorstand