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02.11.2011

Heißwasser für Österreichs größtes Geothermie-Fernwärme-Projekt ist gesichert

Zu Beginn dieses Jahres wurde mit den Erschließungsbohrungen für Österreichs größtes Geothermie-Projekt begonnen.

Vor wenigen Tagen konnte die Rückführungsbohrung, über die das heiße Wasser wieder in den natürlichen Wasserkreislauf zugeführt wird, abgeschlossen werden. Das Heißwasser aus 2.900 Metern Tiefe ist mehr als 100 Grad heiß und bildet die Grundlage für die nachhaltige Versorgung mit umweltfreundlicher Fernwärme für die Stadt Ried und die Nachbargemeinde Mehrnbach.

Energie AG-Generaldirektor Leo Windtner: "Die Energie AG unterstreicht nach dem grenzüberschreitenden Projekt Braunau - Simbach einmal mehr ihre Vorreiterrolle bei der Nutzung natürlicher und nachhaltiger Wärmequellen. Mit dem Projekt in Ried, dem größten Geothermie-Projekt Österreichs, setzen wir gemeinsam mit unseren Partnern aus der Region erneut Maßstäbe!"

Die Stadt Ried und ihre Nachbargemeinde Mehrnbach können künftig mit nachhaltiger, krisensicherer und umweltfreundlicher Fernwärme aus den Tiefen der Erde versorgt werden. Die Bohrung für Österreichs größtes Geothermie-Projekt war bereits im Frühjahr erfolgreich und fördert aus dem wasserführenden Malmbereich in 2.900 Metern Tiefe das heiße Wasser für die künftige Fernwärmeversorgung der Messestadt Ried und der Nachbargemeinde Mehrnbach zu Tage. Mit einer Ergiebigkeit von 100 Liter pro Sekunde - das sind 8,6 Millionen Liter pro Tag - und einer Temperatur von rund 105 Grad Celsius erfüllt die Ergiebigkeit der Bohrung alle Erwartungen.

Dieser Tage konnte die für den natürlichen Kreislauf des Geothermieprojektes erforderliche Rückführungsbohrung abgeschlossen werden. Nach der Abnahme der Wärme mittels Wärmetauscher wird das Thermalwasser über diese zweite Bohrung in den natürlichen Kreislauf zurückgeführt.

Diese Erschließung bildet die Grundlage für die Fernwärmeversorgung der Bezirksstadt und ihrer Nachbargemeinde. In einem ersten Schritt werden schon ab Herbst 2012 die ersten großen Kundenanlagen im Stadtgebiet von Ried mit Wärme beliefert. Bis 2014 werden im Erstausbau rund 20 Trassenkilometer Leitungen und im Vollausbau bis zu 35 Trassenkilometer verlegt. Ziel ist es, ab der ersten Ausbaustufe pro Jahr rund 55 GWh und im späteren Vollausbau rund 90 GWh Wärme zu liefern.

Drei Partner ziehen an einem Strang

Umgesetzt wird das zukunftsweisende Großprojekt durch die "Geothermie Ried Bohrung GmbH", an der die Energie Ried Wärme GmbH (95%) und die Nahwärme Mehrnbach GmbH (5%) beteiligt sind. Die Energie Ried Wärme GmbH selbst wiederum gehört zu 60% der Energie Ried GmbH und zu 40% der Energie AG Oberösterreich Wärme GmbH.

Erschließung kostet 12,5 Millionen Euro

Die Kosten für die erfolgreiche Bohrung und die Erschließung der Heißwasserquelle wurden mit rund 12,5 Millionen Euro veranschlagt. Die Errichtung des Fernwärmenetzes wird im Stadtgebiet von Ried im ersten Bauabschnitt rund 13 Millionen Euro kosten, in der Gemeinde Mehrnbach rund 4 Millionen Euro.

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Quelle   oekonews.at | holler 2011