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29.11.2011

Deutsche Solarbranche wirklich vor dem Aus?

Eine Studie der German Consulting Group (GCG), Karlsruhe, wie die kritische Situation am deutschen Solarmarkt aktiv gemeistert werden soll.

Die Prognosen sind düster. Laut einer aktuellen Studie der Sarasin Bank soll die Mehrheit der deutschen Unternehmen der Solar-branche keine Zukunft mehr haben.

Die aktuelle Befragung in Deutschland ansässiger Solar-unternehmen von GCG bestätigt zwar: Über 80% der befragten Unternehmen sehen in Deutschland eher schweren Zeiten entgegen. Umsatzrückgänge von 10% und mehr sind aktuell zu verzeichnen. Dramatische Preiseinbrüche von bis zu 30%  bei PV – Modulen, deutliche Überkapazitäten und eine jahrelange Hochphase beschert zurzeit den meisten Unternehmen in Deutschland erhebliche Kostenstrukturprobleme. Dr. Boris Liffers hierzu: „Die jahrelang vom Erfolg verwöhnten Unternehmen haben Strukturen aufgebaut, welche bisher zu unflexibel auf den sich wandelnden Markt reagieren.“

Aber wohin geht nun die Reise?

Überleben kann der, der flexibel reagiert. Die Mehrheit der in Deutschland ansässigen Unternehmen sieht zwar das zukünftige Wachstum aus dem Auslandsgeschäft kommen, man ist sich aber bewusst, dass zukünftig wesentliche Veränderungen anstehen. Allerdings gehen die Meinungen über die Art und Weise zur Lösung der Probleme weit auseinander. Während große Teile weiterhin das Ziel in unbedingter Technologieführerschaft sehen, ist mittlerweile die Mehrheit der befragten Unternehmen bereit, die Notwendigkeit von Kostenstrukturanpassungen, bzw. interner Optimierungen  zu akzeptieren. Dreiviertel der befragten Unternehmen gaben an, bereits Anpassungsmaßnahmen geplant, bzw. eingeleitet zu haben.

Aber auch heute gibt es schon leistungsfähige Zukunftsbereiche: In den Bereichen Vertriebs- und Planungsleistung, sowie der Betriebsführungskonzepten werden in Deutschland ansässige Unter-nehmen nach Eigeneinschätzung auch zukünftig deutlich wett-bewerbsfähig sein.

Barrieren als Lösung? Die Mehrheit der in Deutschland ansässigen Unternehmen fordert im Weiteren ganz aktuell   Einfuhr-beschränkungen um der asiatischen Preispolitik Einhalt zu bieten. Alternativ sollen anerkannte und neu einzuführende qualitätskennzeichnende Zertifikate wie "Made in Germany", VDE, ISO, etc. den Markt regulieren.

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Quelle   German Consulting Group (GCG) 2011