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23.12.2011

China soll Conergy vor Pleite bewahren

Unternehmen strebt Kooperation mit asiatischen Partnern an.

Das angeschlagene Solarunternehmen Conergy denkt über eine Kooperation mit chinesischen Unternehmen nach, wie das Handelsblatt heute, Donnerstag, berichtet. Der Grund: Schwindende Nachfrage und Preisverfall als Folgen des Überangebotes in der Solarbranche.

Conergy plant eine Zusammenarbeit mit einem großen chinesischen Hersteller wie Trina oder Yingli. Über eine Beteiligung wird auch diskutiert. Der Vorteil des Solarunternehmens ist die Stärke im Vertrieb, während die Chinesen den Preis- und Größenvorteil genießen.

"Die Vergangenheit hat gezeigt, dass deutsche Unternehmen oftmals ihre Kostenstrukturen durch eine Kooperation mit dem asiatischen Markt verbessern konnten, da die Produkte aus China qualitativ hochwertig und preiswert sind. Ob das auch bei Conergy zutrifft, ist ohne Detailwissen über den Deal nicht zu sagen", meint Solarexperte Bernd Schüßler gegenüber pressetext.

Conergy hält sich bedeckt

Gegenüber pressetext wollte sich das Solarunternehmen nicht zu den Kooperationsplänen äußern. Dem Aktienkurs zufolge scheint die Nachricht über die mögliche Zusammenarbeit mit China die Börsianer zu beruhigen. Bei Redaktionsschluss (12:18 Uhr) notiert die Conergy-Aktie mit einem Plus von 4,67 Prozent bei 0,31 Euro.

Einige Unternehmen wie beispielsweise Solon mussten bereits Insolvenz anmelden. Die Branche steht unter einem enormen Druck. Staatliche Förderbedingungen in mehreren Ländern haben sich verändert und asiatische Anbieter sind eine erstzunehmende Konkurrenz. Nur durch eine Umschuldung konnte sich Conergy vor dem Untergang bewahren. Für 2012 ist der Konzern allerdings wieder optimistisch.

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Quelle   pressetext.redaktion 2011Jana Seywald 2011