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25.12.2011

Grüne: Deutscher Klimafonds schadet Klima

Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen kritisiert die Subventionierung von Kohlekraftwerken aus dem deutschen Energie- und Klimafonds.

Kalkulationen der Partei ergaben, dass die finanzielle Förderung von Kohlekraftwerken aus dem Fonds zu mehr Kohlendioxid-Ausstoß führe, als durch Maßnahmen, die tatsächlich dem Klimaschutz dienen, eingespart würden. Dies berichtete die Frankfurter Rundschau am Freitag, der die Kalkulation der Grünen nach eigenen Angaben vorliegt

Den Berechnungen zufolge würde der Ausstoß der geplanten fossilien Kraftwerke, die zwischen 2013 und 2016 mit fünf Prozent des finanziellen Rahmens des Fonds gefördert werden sollen, die Einsparungen, die mithilfe der restlichen Gelder, also 95 Prozent des Fonds, übertreffen.

Nach Angaben der Energieversorger und der KfW, auf deren Grundlage die Partei ihre Berechnungen anstellte, stoße ein neues Kohlekraftwerk etwa vier Millionen Tonnen des klimaschädlichen Gases jährlich aus. Maßnahmen zur energetischen Gebäudesanierung, die mit zwei Milliarden Euro gefördert würden, so die Partei, können jedoch nur etwa eine Million Tonnen Kohlendioxid einsparen. "Dem Klima und auch dem Steuerzahler wären eher damit gedient, einige alte Kraftwerke länger in Betrieb zu halten", erklärte der Sprecher für Energieeffizienz der Grünen, Oliver Krischer, der FR.

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Quelle   KLIMARETTER.INFO | tony 2011