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29.12.2011

Kann alpiner Skisport umweltfreundlich sein?

Wie sieht nachhaltiger Winterurlaub im Jahr 2012 aus?

Innovative Ideen und engagierte Lösungsvorschläge für einen klimafreundlichen alpinen Wintertourismus liefert der Verein Alpine Pearls, dessen 24 Ferienorte ausschließlich ökologisch verantwortungsvollen, autofreien Urlaub anbieten. Neben einem umfangreichen Angebot an sanft-mobilen Winter-Erlebnisarrangements setzen immer mehr alpine Perlen auf den Einsatz erneuerbarer Energien.

Alpines Klimaskigebiet Carezza (Welschnofen/Rosengarten Latemar, Italien)

Mit durchschnittlich acht Sonnenstunden pro Wintertag zählt das Skigebiet Carezza Ski in der alpinen Perle Welschnofen zum sonnigsten Südtirols. 40 bestpräparierte Pisten, 16 Liftanlagen gewährleisten Sonnen-Ski-Vergnügen vom Feinsten. Die INTEREG IV Italien-Schweiz Projektinitiative „alpine Klimaskigebiete“, die gemeinsam mit dem Alpine Pearls-Ferienort Arosa in der Schweiz realisiert wird, verfolgt das Ziel, Solarenergie und Photovoltaik in Tourismuskonzepte zu implementieren.

Künftig sollen hier sowohl beim Liftbetrieb, bei der Pistenpräparierung und bei der künstlichen Beschneiung energieeffiziente Maßnahmen eingesetzt und damit der CO2-Ausstoß in den Skigebieten reduziert werden. Bauen mit der Natur wird in der alpinen Perle Welschnofen groß geschrieben: Das im Winter 2010 in Betrieb genommene, 96.000 qm große Speicherbecken von Carezza Ski ist das umweltfreundlichste dieser Art in Südtirol. Das Projekt liegt in einer natürlichen Senke mit hartem, zum Teil felsigem Untergrund und eignet sich aus hydrogeologischer Sicht optimal für ein Wasser-Speicherbecken.  Durch die gezielte Planung und Optimierung der Schneeanlagen kann der Stromverbrauch so beispielsweise um die Hälfte reduziert werden.

Warme Parkbänke im Werfenwenger Winter – dank Solarenergie

Auf die Kraft der Sonne setzt auch die alpine Perle Werfenweng im Salzburger Land. Um die zwei E-Autos, die Urlaubsgäste kostenlos während ihres Aufenthalts leihen können, nach verbrauchter Kraft wieder mit neuer Energie zu versorgen, fährt der E-Mobilist bequem zu Werfenwengs höchst moderner Solartankstelle, bei der der Strom aus Sonnenenergie gewonnen wird.

In der Infrastruktur der für ihre Sanfte Mobilität mehrfach ausgezeichneten Gemeinde „strahlen“ mehrere „Solar-Attraktionen“ um die Wette:  so z.B. eine 700 Meter lange Solar-Straßenbeleuchtung, ein Sonnenkraftwerk oder eine Solar-Litfass-Säule. Neuestes Experiment in Sachen erneuerbare Energie sind Solar-beheizte Winter-Parkbänke!

In Interlaken befindet sich das erste 100-prozentig klimaneutrale Hostel der Schweiz

Innovative Ideen in Sachen Nachhaltigkeit kommen auch aus der alpinen Perle Interlaken. Das Backpackers Villa Sonnenhof unterstützt die Gemeinde in Sachen „Nachhaltigkeit“.  Es ist das erste Hostel der Schweiz, das von myclimate als 100 Prozent klimaneutral zertifiziert wurde. Die Auszeichnung verdiente das Haus u.a. dank seines großen Engagements zur Reduktion von Emissionen.

Für die unvermeidbare Restemission refinanziert das Backpackers Villa myclimate-Klimaschutzprojekte. Der Strom  kommt, 100 Prozent „nature-made“, aus Wasserkraft, Lebensmittel werden von lokalen Lieferanten bezogen, um die Wege möglichst kurz zu halten.

Obereggen heizt komplett mit Biomasse

Mollig warm wird es den Gästen der Beherbergungsbetriebe in der alpinen Perle Deutschnofen, Gemeindeteil Obereggen, dank einer modernen Fernheizanlage, die ausschließlich mit Biomasse betrieben wird. Die Biomasse besteht aus Holzhackschnitzel. 500.000 Liter Heizöl werden jährlich dadurch eingespart. Der gesamte Stromverbrauch der Seilbahn- und Beschneiungsanlagen in Obereggen wird mittlerweile ausschließlich aus erneuerbarer Energie produziert. Durch diese Maßnahme können jährlich in dieser alpinen Perle rund 2.400 Tonnen der CO2-Emissionen vermieden werden.

Auch die Liftgesellschaft Obereggen, die für die sieben Liftanlagen und 44 Pisten verantwortlich zeichnet, engagiert sich für den Umweltschutz und ist mit der internationaler Umweltmanagementnorm ISO 14001 zertifiziert. Mit einem hochmodernen Beschneiungssystem aus 169 Skikanonen können 97 Prozent der Pistenfläche optimal und umweltschonend beschneit werden. Ein Leitungssystem von 36,8 km Länge wird aus Wasserreserven von 90.000 m³ gespeist. Obereggen und das Ski Center Latemar wurden aufgrund ihrer hervorragenden Pistenverhältnisse vom Skiarea-Test zum besten Skigebiet 2011 im Alpenraum gekürt.

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Quelle   Alpine Pearls 2011