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03.04.2012

März: Außerordentlich warm, trocken und sonnenscheinreich

Fast ununterbrochener Hochdruckeinfluss verwöhnte die Menschen in Deutschland in diesem März mit wunderschönem Frühlingswetter.

Der Monat präsentierte sich bei ungewöhnlich viel Sonnenschein sehr warm und sehr trocken. Der Witterungscharakter war insofern ähnlich dem März 2011. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2000 Messstationen. An einigen der Messstellen wurden dabei neue Rekordwerte für den März verzeichnet.

Neuer März-Temperaturrekord nur knapp verfehlt

Gegenüber der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990 übertraf der März 2012 bundesweit mit 6,9 Grad Celsius (°C) sein Soll von 3,5°C um +3,4 Grad. Geht man von der Vergleichsperiode 1981 bis 2010 aus, betrug die Abweichung +2,6 Grad.

Somit war der Monat nur geringfügig kühler als die bisher wärmsten Märzmonate aus den Jahren 1938 und 1989, beide mit 7,0°C.

Während sonst im März durchaus auch nochmals Tiefstwerte bis unter -20 Grad vorkommen, sanken die Temperaturen diesmal in ganz Deutschland nicht unter -8,7°C, so am 7. in Zinnwald-Georgenfeld im Erzgebirge.

Dagegen kletterte am 16. das Quecksilber in Emmendingen-Mundingen, nördlich von Freiburg, auf 23,9°C. Rheinfelden am Hochrhein meldete an insgesamt elf Tagen ein Maximum von über 20°C.

Nur 1929 und 1953 war der März noch trockener

Mit einer gefallenen Wassermenge von etwa 16 Litern pro Quadratmeter (l/m²) brachte der März 2012 nur 28 Prozent des Sollwertes von 57 l/m² zusammen. Seit Aufzeichnungsbeginn 1881 fielen nur die Märzmonate 1929 mit 10 l/m² und 1953 mit 13 l/m² noch trockener aus.

Gerade in den sonst recht nassen Regionen, wie dem Sauerland oder dem Schwarzwald, fehlten die Niederschläge. So meldete der Kahle Asten anstelle des vieljährigen Mittels von 125 l/m² nur 32 l/m² oder Freudenstadt anstatt 150 l/m² gar nur 15 l/m². Besonders trocken war es in Bad Mergentheim-Neunkirchen im Main-Tauber-Kreis Baden-Württembergs mit 4,5 l/m².

Vor allem wegen der noch fehlenden frischen Bodenvegetation erhöhte sich die Gefahr von Wald- und Flächenbränden in einigen Gebieten auf die zweithöchste Stufe. Zahlreiche kleinere Feuer brachen aus.

Viertsonnigster März seit Messbeginn 1951

Der März 2012 erreichte bundesweit mit rund 168 Sonnenstunden immerhin 152 Prozent seines Solls von 111 Stunden. Damit war der März 2012 sogar sonniger als der Sommer-monat Juli 2011, der nur 158 Stunden schaffte. In der 1951 beginnenden Messreihe landete der März 2012 auf dem vierten Platz hinter den Jahren 1953, 2011 und 2003 mit 194, 187 und 171 Sonnenscheinstunden.

Das sonnige Frühlingswetter war in erster Linie dem Hoch-druckgebiet „Harry“ zu verdanken, das große Teile Deutschlands ab dem 19. beeinflusste. Die Hochs „Eitel“ und „Falk“ sowie anfangs auch „Gulliver“ brachten in der ersten Monatshälfte dagegen einigen Regionen zähen Hochnebel, vor allem im Norden bzw. in Küstennähe.

So kam Oldenburg in Niedersachsen nur auf 121 Sonnenstunden. Dem gegenüber stand der ungewöhnlich sonnenscheinreiche Süden mit neuen Stationsrekorden, wie Rhein-felden am Hochrhein mit 247 Stunden, wo in der seit 1953 bestehenden Messreihe erst 2011 mit 195 Stunden ein neuer Spitzenwert für den März aufgetreten war.

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Quelle   Deutscher Wetterdienst 2012