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06.04.2012

Der Stromzähler ist im Auto

Ein Konzept für eine bezahlbare, flächendeckende Ladeinfrastruktur.

Noch ist es nicht so weit- ein flächendeckender Einsatz von Ladestationen für Elektroautos ist noch nicht realisiert- was sollen diese Ladestationen können, das ist die Frage. Nur eine kostengünstige und flexible Ladeinfrastruktur wird den Anforderungen der Nutzer, Infrastrukturanbieter und Netzbetreiber gerecht.

Auch das Ziel, die E-Fahrzeuge als intelligente Verbraucher zugunsten von Netzglättung und Erneuerbaren Energien ins Stromnetz einzubinden, lässt sich nur über eine entsprechende Infrastruktur erreichen.

Eine Berliner Start-Up-Firma namens ubitricity setzt dazu auf ein anderers Konzept. Ihr Stromzähler ist im Auto. der mobile Stromzähler funktioniert ähnlich wie ein Handy.

Das von ubitricity eigens entwickelte Infrastrukturkonzept basiert auf mobiler Zähl- und Kommunikationstechnik: Der Nutzer hat sein "mobiles Endgerät" immer dabei. Er bringt die Zähl- und Kommunikationstechnik mit: entweder als Teil seines Fahrzeugs (sog. "On-Board Metering") oder eingebaut in einem Kabel (sog. Cable Metering). Diese mobile Technik ermöglicht Anschlussstellen überall, ohne hohe Kosten für die Infrastruktur.

Die Kosten für jede Anschlussstelle (eine spezielle ubitricity Systemsteckdose) sinken auf einen Preis, der nur unbedeutend über dem einer üblichen Steckdose liegt (ca. EUR 50,-) und es gibt nur noch eine Messstelle (den Stromzähler im Fahrzeug bzw. im Kabel), so dass pro Autofahrer unbegrenzt viele Anschlussstellen (Systemsteckdosen) installiert werden können. Die Kosten für Messstellenbetrieb, Messung und Abrechnung fallen nur einmal an.

Aufgrund der geringen Hardware-Kosten und der entfallenden laufenden Kosten für jede weitere Anschlussstelle, werden Anschlüsse überall dort, wo die Elektrofahrzeuge ohnehin länger parken (zuhause, beim Arbeitgeber etc.), bezahlbar und attraktiv.

ubitricity ist übrigens auch Ökostromlieferant- derzeit für Haushalte, in Zukunft will man mit dem neuen Konzept auch bei E-Fahrzeugen sicherstellen, das Ökostrom in die Batterie kommt.

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Quelle   oekonews.at | holler 2012