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29.04.2012

Insekten lösen künftiges Ernährungsproblem

Schonung von Ressourcen und mehr Unabhängigkeit von Tierhaltung.

Angesichts der Bevölkerungsexplosion könnte der Menschheit bald nichts anderes übrig bleiben, als auch auf das Eiweiß von Insekten als Nahrungsmittel zurückzugreifen. "Es ist nicht schlimm, sich von Insekten zu ernähren", betont Mathias Becker vom Institut für Nutzpflanzenwissenschaften und Ressourcenschutz der Universität Bonn

Nahrhaftes Essen

Ressourcensparend wäre der Verzehr von den Krabblern allemal. Forscher weisen schon lange darauf hin, dass die Ernährung auf Insekten ausgeweitet werden sollte, würde man sich dadurch doch weniger abhängig machen von der Tierhaltung. Nach Schätzungen der Cornell University könnten 800 Mio. Menschen mit Getreide ernährt werden, das wir derzeit an unser Vieh verfüttern.

Ein weiteres Problem der aktuellen Ernährungsweise des Menschen: Etwa ein Drittel der Ackerfläche wird nur für den Anbau von Tierfutter genutzt. Zudem machen Forscher die Massentierhaltung auch für einen erheblichen Teil der Treibhausemissionen verantwortlich.

Dazu kommt der Energieaufwand auf dem Weg des geschlachteten Viehs bis in den Supermarkt. 100 Gramm Rindfleisch enthalten etwa 29 Gramm Protein und 21 Gramm Fett. Eine Heuschrecke hingegen enthält bei 100 Gramm 20 Gramm Proteine und sechs Gramm Fett.

Käfer als Schnuller

Was in vielen Kulturen normal ist, lässt andere erschaudern. Becker hat etwa in Westafrika beobachtet, dass eine Mutter ihr Baby beruhigt hat, indem sie dem Kleinkind eine Käferlarve in den Mund gesteckt hat. Das Baby hat an der Käferlarve genuckelt wie an einem Schnuller.

Becker hat Termiten und andere Insekten auch selbst probiert. "Ich finde, die schmecken nach dem Öl, in dem sie gebacken wurden", berichtet er. Weder in Westafrika noch in Thailand sei dies ein Armenessen, sondern allgemein akzeptiert.

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Quelle   pressetext.redaktion 2012Oranus Mahmoodi 2012