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01.05.2012

IEA warnt vor sechs Grad mehr

Die Internationale Energie Agentur IEA hat die Fortschritte im Kampf gegen den Klimawandel untersucht.

In zehn von elf Sektoren sind die Fortschritte ungenügend. Einzig der Ausbau der erneuerbaren Energien liegt im Plan. Bei jedem internationalen Gipfel geloben die Führer der Welt die Klimaerwärmung auf zwei Grad zu begrenzen. Aus Sicht der Klimawissenschaften ist dies die Grenze, um zu verhindern, dass sich der Klimawandel selbst immer mehr verstärkt. So besteht die Gefahr so genannter Kipp-Systeme, etwa, dass die Permafrostböden in Sibirien tauen und gigantische Massen des Klimakillers Methan freisetzen und die Erderwärmung dann automatisch beschleunigen. Methan ist 22 mal so klimaschädlich wie Kohlendioxid.

Schon heute befindet sich etwa das Nordpol-Eis in einer derartigen "Todesspirale": Eis spiegelt einen Großteil des Sonnenlichts zurück ins All. Schmilzt das Eis, absorbiert das dunkere Wasser einen größeren Teil des Sonnenlichts und erwärmt sich immer mehr. Dadurch schmilzt noch mehr Eis und der Prozess verstärkt sich selbst. Mittlerweile gehen Wissenschaftler davon aus, dass im Jahr 2030 der Nordpol im September eisfrei sein wird.

Doch die Regierungen tun bislang zu wenig, um eine derartige Todesspirale für das Klimasystem zu vermeiden. Die Internationale Energie Agentur IEA schätzt, dass Energieverbrauch und Kohlendioxid-Emissionen bis 2020 um ein Drittel wachsen werden und sich bis 2050 verdoppeln. Dies entspricht einer Klimaerwärmung um sechs Grad in den nächsten neunzig Jahren, Südeuropa wird ein Teil der Sahara. Das Problem: Technologien zur Reduktion des Energiebedarfs und der Kohlendioxid-Emissionen sind zwar vorhanden, werden aber nicht schnell genug eingesetzt.

"Tracking Clean Energy Progress" heißt der Bericht der IEA. Von den elf untersuchten Sektoren liegt einzig der Ausbau der herkömmlichen erneuerbaren Energien (Wasserkraft, Windkraft an Land, Solarzellen und Agromasse) im Plan. Seit der Jahrtausendwende ist die installierte Leistung von Windrädern an Land jährlich um 27 Prozent gewachsen und von Solarzellen gar um 40 Prozent. Dadurch sinken die Preise: So sind die Kosten für eine private Solaranlage in den letzten drei Jahren um 75 Prozent gefallen.

Den kompletten Text können Sie hier lesen

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Quelle   KLIMARETTER.INFO | Christian Mihatsch 2012