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08.05.2012

Bund will deutsche Solarzellen-Hersteller erst zerstören und dann retten

"Das Hü und Hott bei der Förderung der Photovoltaik ist leider ein Negativbeispiel dafür, wie die Energiewende unter Schwarz-Gelb gründlich misslingt und noch dazu viel Geld kostet."

"Erst drastisch kürzen, um dann massiv zu fördern, diesen industrie- und forschungspolitischen Nonsens vollzieht die Bundesregierung aktuell bei der Photovoltaik", erklärt der SPD-Hauptberichterstatter für das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Haushaltsausschuss Klaus Hagemann.

Nach der erheblichen Absenkung der Einspeisevergütung, sollen nun "als Angebot an die deutsche Photovoltaik-Industrie" die Forschungsförderung ausgebaut und Förderanträge über mehr als 75 Millionen Euro bewilligt werden.

Die "Fertigung ganzer Module in Deutschland und Europa" sei "eine aussichtsreiche Option", teilte das Bundesforschungsministerium jetzt auf SPD-Anfrage mit.

Die Bundesregierung träumt dabei offensichtlich von einem Markt, den sie in Deutschland höchst selbst zum Erliegen gebracht hat. Mehr als eine viertel Milliarde Euro an Forschungsförderung fließen beziehungsweise flossen seit 2010 an Unternehmen, Wissenschaftsorganisationen und Hochschulen.

Zu welchen Ergebnissen dies geführt und wie eine Verwertung des gewonnenen Know-hows in Deutschland sicherstellt werden soll, konnte Bundesregierung dagegen auf Nachfrage der SPD-Fraktion nicht beantworten.

Die Unternehmen stünden nun in der Verantwortung, mit der staatlichen Hilfe neue Photovoltaik-Technologien zu entwickeln und neue Exportmärkte zu erschließen.

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Quelle   SPD-Bundestagsfraktion 2012