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19.05.2012

Ein Pumpspeicherkraftwerk am Walchensee?

Schon jetzt wird das Wasser, das aus dem Walchensee in den tiefer gelegenen Kochelsee fließt, energetisch genutzt.

Der bayrische SPD-Landtagsabgeordnete Ludwig Wörner will den Bau von Stromspeichern vorantreiben und schlägt ein Pumpspeicherkraftwerk am Walchensee südlich von München vor. Man könne das schon bestehende Wasserkraftwerk zu einem Speicher umbauen. Doch der Kraftwerksbetreiber Eon hält davon wenig. Wörner wirft Eon laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung vor, der Konzern wehre sich gegen ein Speicherkraftwerk, um seine herkömmlichen Kraftwerke weiter auszulasten.

Das Wasserkraftwerk wurde bereits 1924 in Betrieb genommen und erzeugt seitdem erneuerbaren Strom. Eon sieht keine Chance, das Walchenseekraftwerk zu einem Pumpspeicher auszubauen. Die Wasserqualität des Walchensees würde durch das Hochpumpen von Wasser aus dem Kochelsee verschlechtert, damit sei ein solches Speicherwerk nicht genehmigungsfähig.

Stromspeicher sind notwendig, um die fluktuierende Erzeugung aus Wind- und Sonnenenergie auszugleichen. Mit dem zunehmenden Ausbau der erneuerbaren Energien steigt der Bedarf von Speichern. Pumpspeicher sind bislang die einzige Technologie der Stromspeicherung, die kommerziell im Einsatz ist. Das bayrische Umweltministerium will bis Ende des Jahres eine Studie über die Potentiale von Pumpspeichern im südöstlichen Bundesland vorlegen.

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Quelle   KLIMARETTER.INFO | hb 2012