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14.06.2012

Solarstrom muss bundesweit ausgebaut werden, nicht nur im Süden

Im Mai haben die deutschen Solaranlagen ein neues Leistungsniveau erreicht. Schon um neun Uhr morgens schafften sie 10.000 Megawatt.

„Die Solarenergie ist sehr viel günstiger als ihr Ruf und trägt in den Frühlings- und Sommermonaten schon heute einen Großteil der Spitzenlast. Wenn wir die Energiewende schaffen möchten, ist ein zügiger Ausbau der Photovoltaik bundesweit eine Grundvoraussetzung“, betont Herbert Muders, Deutschland-Geschäftsführer der juwi Solar GmbH. Deshalb hält die juwi Solar GmbH auch in den aktuell schwierigen Zeiten am deutschen Solarmarkt fest. In den norddeutschen Bundesländern werden bis Mitte diesen Jahres mehrere Großprojekte realisiert.

Im Mai haben die deutschen Solaranlagen ein neues Leistungsniveau erreicht. Schon um neun Uhr morgens schafften sie 10.000 Megawatt. Diese Leistung ersetzte rund 20 teure und klimaschädliche Steinkohlekraftwerke. Um die Mittagszeit betrug die Leistung sogar über 20.000 Megawatt – das ersparte unserem Klima den Kohledioxidausstoß aus rund 40 großen Steinkohlekraftwerken. Herbert Muders erklärt: „Die deutsche Solarenergie ersetzt damit konventionelle Spitzenlastkraft-werke. Diese müssen teilweise nur noch zwei Drittel der Spitzenlast erbringen.“ Dank sehr verlässlicher Wetterprognosen könnten Solarkraftwerke sehr gut in die sich verändernde Energiewirtschaft eingeplant werden.

Trotz immer wieder auffrischendem Gegenwind aus Berlin und Brüssel setzt die juwi Solar GmbH weiterhin auch auf den deutschen Markt und bringt in diesem Jahr einige „Billigmacher“ der Solarenergie ans Netz: Große Photovoltaik-Freiflächenanlagen. So entstehen beispielsweise in Ronneburg bei Gera und in Elmenhorst im Osten Hamburgs große Solarparks. In Ronneburg wurde früher Uran abgebaut, nun realisiert juwi hier den größten Solarpark Thüringens. Die Anlage wird jährlich rund 19 Millionen Kilowattstunden sauberen Strom produzieren und spart dem Klima damit rund 13.600 Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid. Und auch in Elmenhorst findet Altes eine neue Verwendung: Auf dem Gebiet einer ehemaligen Bundeswehrkaserne entsteht nun der zweitgrößte Solarpark Schleswig-Holsteins. Mit einer Leistung von 23 Megawatt wird der Solarpark Elmenhorst ab Mitte des Jahres 7.700 Haushalte mit sauberen Strom versorgen.

Muders sagt: „Früher wurden hier junge Menschen militärisch ausgebildet, um den Frieden zu sichern. Nun leistet die Photovoltaik auf dem Gelände einen Beitrag mit dem gleichen Ziel, denn viele Kriege werden um Ressourcen geführt und hier machen uns die erneuerbaren Energien unabhängiger.“ Mitte Mai hatte juwi mit dem Solarpark in Georgsdorf bei Osnabrück (Leistung 25 Megawatt) die größte Photovoltaik-Freiflächenanlage in Niedersachsen eingeweiht. Für diese großen Solarparks übernimmt die juwi Management GmbH die technische und kaufmännische Betriebsführung. „Die juwi Management bietet ihre Expertise aber allen Betreibern von Solar- und Windenergie-Anlagen am Markt an“, ergänzt Management-Geschäftsführer Thomas Albrecht.

Deutschland-Geschäftsführer Muders betont: „Für juwi sind Freiflächenanlagen ein wichtiger Baustein für eine bezahlbare Energiewende. Denn gerade sie haben in den vergangenen Jahren stark dazu beigetragen, die Preise für Solarenergie zu senken, da sie beispielsweise die Komponentenpreise drücken. Wurden Freiflächenanlagen 2004 noch mit etwa 57,4 Cent pro Kilowattstunde vergütet, so sind es heute nur noch 13,5 Cent. In wenigen Jahren hat die Solarbranche einen enormen Sprung getan.“

Die juwi Solar GmbH setzt aber nicht nur auf Solarparks, sondern auch auf Dachanlagen. Im hessischen Bad Hersfeld hat das Unternehmen Ende vergangenen Jahres eine der größten Aufdachanlagen Deutschlands in Betrieb genommen. Bei einer Leistung von 3,1 Megawatt nimmt die Solaranlage eine Fläche von 85.000 Quadratmetern ein – das entspricht in etwa der Größe von zwölf Fußballfeldern. 775 Drei-Personen-Haushalte kann sie mit Strom versorgen.

„Inzwischen wird der Solarstrom aus Dachanlagen mit rund 16 Cent vergütet. Der Haushaltsstrompreis liegt dagegen bei 24 Cent pro Kilowattstunde“, sagt Herbert Muders. „Das hat Auswirkungen auf den Markt. Für Betreiber von Dachanlagen muss nicht mehr das Geld verdienen im Vordergrund stehen, sondern das Geld sparen. Damit werden Dachanlagen für die Industrie, aber auch für Privatkunden immer attraktiver. Sie nutzen den Solarstrom mit Hilfe von Speicher-

möglichkeiten nun selbst. Dazu bietet juwi künftig einen neuen Batteriespeicher an, der tagsüber mit Solarstrom geladen wird. Sobald die eigene PV-Anlage die Eigenversorgung des Hauses nicht mehr übernehmen kann, übernimmt das Speichersystem die Versorgung des Hauses. Günstiger Solarstrom wird so auch abends und nachts genutzt.“

Auch im Ausland stößt die Photovoltaik auf Interesse der Industrie. In der Nähe der chilenischen Stadt Vicuña realisieren juwi und die chilenische Ingenieurfirma Kaltemp gemeinsam die größte Solaranlage Chiles. Rund 500 Kilometer nördlich der Hauptstadt Santiago liefert sie sauberen Strom für die Bewässerungsanlage einer Clementinen- und Avocadoplantage und hat eine Gesamtleistung von 1.200 Kilowatt. Lars Falck, Geschäftsführer der juwi Solar GmbH, sagt: „Seit der Intersolar 2011 haben wir unsere Internationalisierung weiter voran getrieben und haben nun auch Niederlassungen in Bulgarien und Singapur. Mit insgesamt 14 Auslandsnieder-lassungen und Aktivitäten auf verschiedenen Märkten sind wir breit aufgestellt und für die Zukunft gut gerüstet.“ Außerhalb Deutschlands ist juwi zudem im Bereich der netzfernen Stromversorgung mit so genannten Off-Grid-Systemen tätig. Die Schwerpunkte legt das Unternehmen hier auf den Kontinent Afrika sowie auf Lateinamerika.

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Quelle   juwi Holding AG 2012