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16.06.2012

Abrüstung für eine nachhaltige Entwicklung

Erdgipfel: ein Panzer aus Brot als rollender Appell.

Im Jahr 2011 beliefen sich die weltweiten Militärausgaben auf 1.74 Billionen US-Dollar - gleichzeitig leiden etwa eine Milliarde Menschen an Hunger und noch mehr haben keinen Zugang zu sauberem Wasser, ausreichender Gesundheits-versorgung und Bildung. Aus diesem Grund hat der World Future Council gemeinsam mit mehreren Partner-Organisationen einen Appell an die Vereinten Nationen und die am Erdgipfel in Rio teilnehmenden Regierungen gerichtet. Die Unterzeichner, darunter bereits über 30 Nobelpreisträger, fordern, dass die jährlichen Militär-ausgaben um mindestens zehn Prozent reduziert werden und die dabei frei werdenden Mittel für soziale, wirtschaftliche und ökologische Projekte weltweit verwendet werden.

Um diesem Appell die nötige Aufmerksamkeit zu verleihen, werden die beteiligten Organisationen in Rio de Janeiro einen lebensgroßen, mobilen Panzer aus Brot präsentieren.

Bereits mit der Unterzeichnung der Agenda 21 auf dem Erdgipfel in Rio 1992 haben sich die UN-Mitgliedsstaaten dazu verpflichtet, Möglichkeiten der Umverteilung von Militärausgaben zu sondieren. Kapitel 33 ist dem Thema „Finanzmittel und Finanzierungstechniken“ gewidmet und Artikel 16 lautet: „Neue Formen der Beschaffung neuer öffentlicher und privater Finanzmittel sollten erkundet werden, insbesondere die Neuzuteilung von Ressourcen, die gegenwärtig für militärische Zwecke vorgesehen sind.“

Geschehen ist jedoch das genaue Gegenteil: Die weltweiten Militärausgaben haben sich von 1.08 Billionen US-Dollar im Jahr 1992 auf 1.74 Billionen US-Dollar im Jahr 2011 nahezu verdoppelt.  Rio+20 bietet der UN und den vertretenen Regierungen nun die Chance, diese Entwicklung zu stoppen und sich auf einen globalen Plan für Abrüstung für eine nachhaltige Entwicklung zu einigen.

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Quelle   World Future Council 2012