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20.06.2012

RWE will endgültig aussteigen

Deutschlands zweitgrößter Energiekonzern RWE will jetzt tatsächlich die Energiewende.

Vorstandschef von RWE: "Wir werden nicht mehr in die Atomkraft investieren". Dies bedeute explizit, dass unter seiner Leitung alle atomare Investitionen gestoppt werden sollen - also auch die im Ausland.

In Großbritannien hatte RWE mit Eon eine Tochter gegründet, um Atomkraftwerke zu bauen - war aber gescheitert und sucht derzeit einen Käufer des Atomgeschäfts. Der Staat hatte sich geweigert, staatliche Gelder für seine Atompläne bereit zu stellen. Großbritannien will mehrere neue Atomkraftwerke, glaubt aber immer noch, dass diese Investitionen ohne staatliche Zuschüsse refinanzierbar sind.

Auch in den Niederlanden verfolgte Jürgen Großmann eine Atomstrategie. Vor Jahresfrist hatte er vom niederländischen Stromkonzern Delta 30 Prozent der Kraftwerksanteile des AKW Borssele gekauft. Der Druckwasserreaktor mit einer Netto-Leistung von 482 Megawatt liegt in der Nordsee-Provinz Zeeland nahe Belgien, etwa 200 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Diese Beteiligung steht nun ebenfalls zur Disposition.

Terium tritt am 1. Juli die Nachfolge Großmanns an. Der Niederländer hat bereits angekündigt, das Ökostromgeschäft deutlich auszubauen. "Wir werden uns mehr mit Photovoltaik befassen", erklärte Terium. Der Konzern habe dabei Spanien, Italien und Nordafrika im Blick. "Die Kosten für Photovoltaik sind deutlich günstiger als vor Jahren gedacht."

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Quelle   Klimaretter 2012