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02.07.2012

EU-Ölboykott wird Griechenlands Energieprobleme weiter zuspitzen

Griechenlands Energieprobleme entwickeln sich immer schneller zu einer weiteren existenziellen Bedrohung der griechischen Wirtschaft.

Alle Hilfs- und Sparpakete werden nicht viel nützen, wenn in Griechenland in den kommenden Wochen und Monaten wegen unbezahlter Energierechnungen  Stromabschaltungen und Erdölrationierungen drohen. Eine weitere schnelle Reduzierung der griechischen  Wirtschaftsleistung wäre die Folge.

Der notwendige EU Ölboykott Irans auf Grund möglicher Atombombenplänen, wird Griechenland hart treffen, da Griechenland zusammen mit Italien besonders viel iranisches Erdöl importiert, sowohl für den Verkehrssektor als auch für die Stromproduktion auf den griechischen Inseln.

Nun zeigt sich, dass die jahrelangen Versäumnisse Griechenlands, das hohe Potential der Erneuerbaren Energien zu nutzen, sich als verheerender Boomerang erweist: Die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten führt Griechenland zunehmend in weitere Wirtschaftsnöte.

Dagegen wäre ein Sofortprogramm für autarke Stromversorgungen der griechischen Inseln mit Erneuerbaren Energien, verbunden  mit Maßnahmen der gesamten Umstellung Griechenlands auf Erneuerbare Energien auch ein besonders wirksames Beschäftigungsprogramm, welches Griechenland so dringend bräuchte. Aber hier ist weder von der EU noch von der neuen griechischen Führung etwas zu hören.

Immer noch halten sie fest am unrealistischen Heliosprojekt, welches griechischen Solarstrom nach Deutschlands exportieren soll, statt ihn im eigenen Land für die Lückenschließung der sich abzeichnenden Stromengpässe zu nutzen.

Einzelheiten zu den sich abzeichnenden Energieversorgungsprobleme Griechenlands im Strom-, Erdöl- und Erdgassektor auf einer Zusammenstellung

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Quelle   Hans-Josef Fell MdB 2012