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03.07.2012

Studie zum Potential von dachintegrierter Photovoltaik

Anteil dachintegrierter Systeme am Photovoltaik-Gesamtmarkt verdoppelt sich bis 2015.

Dachintegrierte Photovoltaikanlagen werden mittelfristig in allen wichtigen Photovoltaik-Märkten Europas stark an Bedeutung zunehmen. Während die Entwicklung des Marktes für dachintegrierte Anlagen derzeit wesentlich von den Fördersystemen abhängig ist, haben sie großes Potenzial, sich von Zuschüssen zu emanzipieren wie eine von der Monier Gruppe, einem der weltweit führenden Anbieter von Baustoffen für das geneigte Dach, beauftrage Marktanalyse zeigt. Die Marktstudie wurde im Auftrag von Monier durch die EuPD Research, ein auf die Solar-Branche spezialisiertes Marktforschungsunternehmen, durchgeführt. Sie gibt Einblick in das Segment der gebäudeintegrierten (BIPV) und speziell der dachintegrierten Photovoltaik-Systeme (RIPV) für das bislang kaum Marktkennzahlen vorliegen.

Die Daten zeigen, dass Deutschland 2012 voraussichtlich das erste Land unter den wichtigsten europäischen Märkten sein wird, das sich von einem förderabhängigen in einen förderunabhängigen Markt entwickelt wird und in dem der Strompreis pro Kilowattstunde die Höhe der Einspeisevergütung übersteigen wird.

„Die Photovoltaik-Branche durchläuft derzeit einen Wandel bei dem die Bedeutung der Einspeisevergütungen in den verschiedenen Ländern abnimmt. Vor dem Hintergrund steigender Strompreise wird es für Verbraucher immer attraktiver den Strom selber zu nutzen, den sie mit ihrer PV-Anlage erzeugen. Unser Modell zeigt, dass dachintegrierte Anlagen dabei in Zukunft eine stärkere Rolle spielen und sich von den Einspeisevergütungen emanzipieren werden“, erläutert Pepyn Dinandt, CEO der Monier Gruppe.

Verdopplung des Anteils von dachintegrierten Anlagen am PV-Markt und signifikantes Marktpotenzial

Die aktuellen Studienergebnisse weisen für das Jahr 2012 ein RIPV-Marktvolumen von rund 300 MWp in den wichtigsten europäischen PV-Märkten aus. Mit 118 bzw. 88 MWp wird es in Italien und Frankreich auch aufgrund der aktuellen Fördersituation gemessen an der installierten Leistung die meisten Anlagen geben. Wenngleich der RIPV-Markt in den Jahren 2012 und 2013 nicht unberührt von den erwarteten Rückgängen in der gesamten PV-Branche sein wird, zeigen die Daten, dass der Anteil von dachintegrierten Anlagen am gesamten Markt für neuinstallierte Photovoltaik-Anlagen von drei Prozent im Jahr 2012 auf sechs Prozent im Jahr 2015 ansteigen wird. Dachintegrierte Anlagen machen grundsätzlich über alle wichtigen Märkte hinweg den weitaus größten Anteil an den gebäudeintegrierten Systemen aus.

Während das aktuelle Marktvolumen für dachintegrierte Photovoltaik in Deutschland derzeit rund 120 Millionen Euro entspricht, ist davon auszugehen, dass es zukünftig mit Blick auf die zur Verfügung stehenden Dachflächen erhebliches Potenzial für diesen Bereich gibt. Bei einer konservativen Berechnung unter Einbeziehung sinkender Systempreise und der unterschiedlichen Eignung von Dachflächen für die Photovoltaik-Installation kann mit einem addressierbaren Markt von rund 4,3 Milliarden Euro gerechnet werden. „Drei Aspekte spielen aus unserer Sicht eine besonders große Rolle bei der Erschließung dieses Potenzials: Zum einen ist es wichtig, bei den Kunden mehr Wissen und Akzeptanz rund um die Vorteile dachintegrierter Anlagen zu schaffen. Außerdem muss die gewerkeübergreifende Zusammenarbeit unter den Installateuren optimiert werden. Gleichzeitig sollten Anbieter die aufgrund der Multifunktionalität des Produkts gestiegenen Anforderungen der Endkunden in ihrem Leistungspaket berücksichtigen“, sagt Jens Milnikel, der den Geschäftsbereich Solar der Monier Gruppe leitet.

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Quelle   MONIER GROUP 2012