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27.07.2012

Bioenergie: Möglichkeiten und Grenzen

Nachhaltige Bioenergie kann und muss einen Beitrag für die Energiewende leisten.

Die von der Leopoldina beklagte Fehlentwicklung bei Bioenergien ist im Kern die Fehlentwicklung der intensive Landwirtschaft, vor allem in der Nahrungs- und Futtermittelerzeugung, aber eben auch bei den Bioenergien.

Doch mit ökologischen Anbaumethoden können Energiepflanzen genauso wie die Nutzung von Überschussbiomassen aus Naturschutzgebieten oder Mooren einen erheblichen Beitrag zur Energieversorgung leisten und teilweise sogar über Humusaufbau als Kohlenstoffsenke wirken. So wird die klimaschützende Wirkung von Bioenergien sogar erheblich vergrößert.

Nachhaltig angebaute Bioenergie kann anders als Erdöl ökologisch erzeugt werden und dies teilweise auch in Deutschland, ohne Nahrungsmittelkonkurrenz. Natürlich müssen die Flächenrestriktionen beachtet werden. Daher sollte der Ausbau von Wind-, Solarenergie und Erdwärme, genauso wie Effizienzmaßnahmen, wie die energetische Altbausanierung  im Mittelpunkt der Energiewende stehen. Effiziente Wärmepumpen können genauso wie die Kraftwärmkopplung mit Biogas und Biokohle auch den Ökostrom in den Wärmesektor bringen.

Das heißt aber auch die nachhaltig erschließbaren Potentiale der Bioenergie in Deutschland und im internationalen Handel zu erschließen und nicht pauschal zu kritisieren, wie es die Veröffentlichung der Leopoldina tut. Für das Gelingen der Energiewende und einem Mix aus 100 Prozent Erneuerbare Energien wird auch die nachhaltige Bioenergie eine wichtige Rolle spielen.

Dass die Leopoldina mit solchen Berichten in die Öffentlichkeit geht, spricht nicht für deren ausgewogene wissenschaftliche Analyse. Gerade die Leopoldina hat sich in der Vergangenheit für Gentechnik in der Landwirtschaft eingesetzt und hat so die von ihr zu Recht beklagten Auswüchse der Intensivlandwirtschaft selbst befördert.

Leopoldina legt kritische Stellungnahme zur Nutzung von Bioenergie vor

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Quelle   Hans-Josef Fell | MdB 2012