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04.08.2012

Stroh wird zu Papier, alte Flugzeuge wieder wertvoll und Urlaubssonne zu Strom

Gute Nachrichten von Love Green.

Ganze Wälder werden für den immer weiter steigenden Papierbedarf gerodet, aber ein findiger taiwanesischer Konzern hat einen Weg zur Linderung des Problems gefunden und der ist reichlich vorhanden. Und auch bereits ausrangierte Flugzeuge haben's in sich: Aluminium, Stahl und Titan werden erfolgreich rückgewonnen.

Aus Stroh Papier herstellen

Alleine in China fallen jährlich rund 600 Millionen Tonnen Stroh an. Zu 90 Prozent werden diese Reststoffe verbrannt und belasten so die Umwelt. Doch das könnte sich kurzfristig ändern. Denn einem taiwanesischen Konzern ist es gelungen, aus Stroh Papier herzustellen. Dieses neuartige Papier soll laut Aussage des Herstellers YFY Corporation dem heutigen Recycling-Papier ebenbürtig sein und bereits im August 2012 auf den Markt kommen. Dies wäre nicht nur eine sinnvolle Resteverwertung, sondern auch eine Chance, da Experten davon ausgehen, dass im Jahr 2020 weltweit mehr als 490 Millionen Tonen Papier benötigt werden.

Norddeutsche Unternehmen recyceln Flugzeuge

Tausende von ausgemusterten Passagier- und Frachtflugzeugen stehen weltweit herum, obwohl die tonnenschweren Kolosse wahre Schätze sind. 77 Prozent Aluminium, 12 Prozent Stahl und jeweils vier Prozent Titan und Kohlefasern stecken in den alten Maschinen. Mehrere Unternehmen aus Norddeutschland wollen diese Schätze nun heben und das Flugzeug-Recycling als weltweites Geschäftsfeld ausbauen. Vor allem in afrikanischen Staaten stehen die Flugzeuge nutzlos herum. Daher wurde eine mobile Zerlegeeinheit entwickelt, die per Container an den jeweiligen Einsatzort transportiert werden kann. Vor Ort wird das Flugzeug dann innerhalb weniger Tage zurückgebaut, Schadstoffe korrekt entsorgt und in tausende von Teilen zerlegt. Anschließend kommen die Teile nach Deutschland, wo sie fachgerecht getrennt und aufbereitet werden. Zwei Flugzeuge wurden auf diese Weise bereits in Malaysia von den Unternehmen Süderelbe, Keske und Allcox in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Clausthal zerlegt. Mit Erfolg. Die Recycling-Quote lag bei 70 Prozent.

Sonne satt auf den Malediven

Der Inselstaat im Indischen Ozean verfügt über eine um 70 Prozent höhere Sonneneinstrahlung als Deutschland. Und doch wird nahezu der gesamte benötigte Strom mit Hilfe von Dieselgeneratoren erzeugt. Teuer und nicht gut für die Umwelt. Doch die vom Klimawandel massiv bedrohten Inseln steuern um und setzen auf Solartechnik. So will das deutsche Unternehmen WIRSOL SOLAR im Urlaubsparadies Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 20 Megawatt installieren und so 25.000 Tonnen CO2 einsparen. Aktuell wurde die erste Anlage mit einer Leistung von 294 Kilowattstunden in Betrieb genommen, um Krankenhäuser und Schulen auf sechs Inseln mit dem Ökostrom zu versorgen. Doch nicht nur für die Malediven ist Solarstrom eine saubere Alternative. Auch die gut 1.200 anderen Inseln im Indischen Ozean sollten vom Diesel unabhängig werden.

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Quelle    Love Green, UnitedSenses GmbH 2012Nachhaltig Wirtschaften 2012