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12.08.2012

Ein Abendessen auf dem Windrad

Erneuerbare Energien erlebbar machen! Eine Vision! Tourismus ganz neu erleben durch die Attraktion der Erneuerbaren Energien!

Studierende des Bachelor-Studiengangs „Geoinformation und Kommunaltechnik“ der Fachhochschule Frankfurt am Main (FH FFM) haben ein Erholungsgebiet, den „ErneuerPark“, entworfen. Ziel des Projekts war es, Erneuerbare Energien erlebbar zu machen und dadurch die ländliche Entwicklung und den dortigen Tourismus zu stärken. Betreut wurden sie von Prof. Dr. Martina Klärle vom Fachbereich 1: Architektur, Bauingenieurwesen, Geomatik der FH FFM. Kooperationspartner waren der Main-Kinzig-Kreis und SPESSARTregional e.V.

Die Studierenden präsentierten den anwesenden Vertreter/innen des Main-Kinzig-Kreises ihr Konzept. „Wir wollen Erneuerbare Energien für die Bevölkerung zugänglich machen. Die Vorschläge der Studierenden fanden außerordentlichen Anklang“, erklärt Leiter Edgar Kreuzer vom Amt für Umwelt, Naturschutz und ländlichen Raum des Main-Kinzig-Kreises. „Nun prüfen wir, welche der Ideen für den Main-Kinzig-Kreis realisierbar sind.“

Bürgerinnen und Bürger sollen über die erneuerbaren Energieformen Windkraft, Solarenergie, Wasserkraft und Biomasse verständlich informiert werden. „Vorurteile, beispielsweise gegenüber Windkraftanlagen, sind in der Bevölkerung immer noch vorhanden. Der ‚ErneuerPark‘ zeigt alternative, kreative Nutzungsmöglichkeiten. Davon versprechen wir uns, dass sich die Akzeptanz gegenüber Erneuerbaren Energien erhöht“, umreißt Prof. Dr. Martina Klärle die Zielsetzung des Projekts.

So schlagen die Studierenden vor, ein Windrad mit einer Aussichtsplattform, einem Gastronomiebetrieb und einer Kletterwand zu versehen. Im Kontext Solarenergie könnten sich die Studierenden vorstellen, einen Autobahnabschnitt mit einem Solardach zu ver¬sehen, das den Jahresstrombedarf von rund 14.000 Personen decken könnte. Eine solare Streuobstwiese, die neben Streuobstbäumen auch Solarbäume enthält, und ein Solarlabyrinth aus Photovoltaik-Modulen waren weitere Ideen.

Die Sonne liefert Energie auch auf dem Wasser: ein Tretbootverleih könnte auf solarbetriebene Boote umgerüstet werden und diese auf dem See durch ein Solarlabyrinth aus schwimmenden Photovoltaik-Modulen führen. Eine überdachte Bühne inmitten des Sees, die Solarstrom erzeugt, könnte Veranstaltungen auf dem Wasser ermöglichen.

„Das sind Möglichkeiten der Solarenergie-Gewinnung ab-seits von bekannten Solartechniken“, erläutert Klärle. Auch das Thema Biomasse regte die Kreativität der Studierenden an, die eine so genannte Kurzumtriebsplantage mit schnellwachsenden Baumarten vorschlugen. Daneben könnte auch ein Aben¬teuerspielplatz oder ein Maislabyrinth für Kinder entstehen. Umliegende Gemeinden könnten über ein Holzheizwerk mit Biomasse-Energie versorgt werden.

Die Studierenden bewerben sich mit dem Projekt „ErneuerPark“ beim interdisziplinären Ideen- und Startupwettbewerb für Studierende „GENERATION-D. Ideen für Deutschland. Gemeinsam Anpacken“.

Inhaltliche Schwerpunkte des Bachelor-Studiengangs Geoinformation und Kommunaltechnik an der FH Frankfurt sind Geoinformation, Vermessung, Facility Management, Landmanagement sowie die technische Infrastruktur von Wasserversorgung, Abfallentsorgung, Energie und Verkehr. Die Studierenden lernen raumbezogene Geodaten zu erfassen und zu analysieren und werden befähigt, organisatorische und technische Aufgaben im kommunalen Umfeld zu lösen.

Neben dem Fachwissen werden Kenntnisse im methodischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Bereich vermittelt. Die FH Frankfurt bietet auch den viersemestrigen Master-Studiengang Geoinformation und Kommunaltechnik an.

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Quelle   Fachhochschule Frankfurt am Main 2012