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27.09.2012

Eine Milliarde Autos überrollen den Klimaschutz

Bald fahren eine Milliarde Fahrzeuge auf der Welt. Damit überollt der Autoverkehr alle globalen Klimaschutzbemühungen.

Aber wer glaubt, daran sind die autobesessenen Chinesen schuld, liegt falsch. Auch in Deutschland wächst der Fahrzeugbestand immer noch weiter. Und in den westlichen Industrieländern fehlen klare Mobilitätskonzepte, um unsere Fahrt in den Klima-GAU wenigstens zu bremsen.

Der weltweite Auto-Boom übertrumpft alle Klimaschutzbemühungen. Laut einer Studie des Worldwatch Institute in Washington werden bald eine Milliarde Autos und Lkw auf der Erde fahren. Damit ist der Verkehr derzeit der am schnellsten wachsende Sektor beim weltweiten Ausstoß des Klimakillers CO2. Klar ist: Ohne drastische Verbesserungen der Fahrzeugtechnik und einen deutlichen Ausbau umweltfreundlicher Verkehrsarten ist es vollkommen unmöglich, die globalen Klimaschutzziele zu erreichen.

Doch stattdessen beschleunigt sich der Auto-Boom mit atemberaubender Geschwindigkeit. 1950 gab es weltweit erst 70 Millionen Autos und Lkw. Bis Ende dieses Jahres werden es mehr als eine Milliarde sein. Die PS-Orgie findet laut Studie vor allem in den Schwellenländern statt – insbesondere in China. Gleichwohl besitzen dort immer noch deutlich weniger Menschen ein Auto als in den Industriestaaten. So gibt es in Deutschland pro 1.000 Einwohner rund 480 Autos – in China nur 54.

Auch die Produktion von Pkw, Lieferwagen und Kleinlastern rast von Rekord zu Rekord. 2011 wurden 76,8 Millionen Vehikel produziert. In diesem Jahr werden es wohl mehr als 80 Millionen sein.

Damit wächst auch die Welt-Autoflotte, zuletzt um 30 Millionen Fahrzeuge pro Jahr. Ende 2012 wird die Schallgrenze von einer Milliarde Autos überschritten, prognostiziert die Worldwatch-Studie. Damit käme im globalen Durchschnitt ein Fahrzeug auf sieben Menschen.

Den kompletten Artikel können Sie hier weiterlesen

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Quelle   KLIMARETTER.INFO | Karin Deckenbach 2012