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01.11.2012

Immer mehr Bio-Marken verfälscht

Konsumenten sollten lokalen Einkauf bevorzugen und wachsam sein.

Öko-Produkte werden immer mehr verfälscht. Das, was als ökologisch abbaubar angepriesen wird, ist oft nicht in der Ware enthalten und alles andere als umweltschonend oder aus biologischer Landwirtschaft. Immer bessere Tricks und zweifelhafte Siegel sowie kriminelle Handlungen belasten das Image - und das längst nicht nur mehr im Lebensmittelbereich. Als Folge muss die gesamte Bio-Industrie darunter leiden, berichtet das Handelsblatt.

Alternative Logos verwirren

"Grundsätzlich muss jedes Lebensmittel, das als Bio-Produkt erklärt wird, vorerst von der EU-Bioverordnung geprüft und genehmigt werden", sagt eine Branchenexpertin für Bio-Lebensmittel gegenüber pressetext. "In Österreich zum Beispiel ist die Lage für diese Produkte jedoch sehr gut, weil der Bio-Anteil sehr hoch ist", führt sie aus. Kontrollen zwischen den Bauern laufen darüber hinaus überaus strikt ab.

"Ich kann mir aber vorstellen, dass manche Lebensmittel-Hersteller versuchen, einen Nahebezug zur Landwirtschaft zu erzeugen, indem sie ein ähnliches zertifiziertes Logo auf die Produkte kleben", ergänzt die Fachfrau. Die Konsumenten würden Kennzeichnungen wie "gesund" oder "natürlich" mit biologisch gleichsetzen.

EU-Logo als Qualitätsmerkmal

"Der Bio-Markendschungel ist mittlerweile unüberschaubar geworden", sagt die Expertin. Wenn Verbraucher jedoch vermehrt auf Bio-Lebensmittel achten wollen, sollten sie sich über Bio-Produkte informieren, um ein Gefühl für diese zu bekommen. Grundsätzlich könne man Marken von Großkonzernen trauen, denn diese seien zertifiziert.

Wesentlich für die Erkennung eines qualitätsgesicherten Produkts ist das Logo. Es gibt nur ein EU-Biosiegel, dessen Einhaltung streng geprüft wird. Zusätzlich sollen Lebensmittel damit gekennzeichnet sein, dass sie aus biologischer Landwirtschaft stammen. "Wer Bio-Waren verstärkt unterstützen will, sollte seine Lebensmittel regional und in kleinen Geschäften besorgen", schließt die Fachfrau ab.

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Quelle   pressetext.redaktion 2012Andreea Iosa 2012