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28.11.2012

Strompreise steigen 2013 um bis zu 20 Prozent

Verbraucher sollten Tarife vergleichen und Wechseln. Sonderkündigungsrecht bei Preiserhöhung.

Vielen Verbrauchern flattert momentan unangenehme Post ins Haus. Über 300 Stromversorger erhöhen ab 2013 die Strompreise. Im Einzelfall soll der Strompreis um bis zu 20 Prozent steigen. Um dem zu entgehen, können Verbraucher sehr einfach im Internet die Strompreise von vielen hundert Stromversorgern vergleichen und wechseln. Denn in der Regel steht ihnen bei der Erhöhung der Strompreise ein Sonderkündigungsrecht zu.

Begründet werden die teils massiven Strompreiserhöhungen vor allem mit der steigenden Umlage für erneuerbare Energien (EEG-Umlage). Zum einen schlägt sich hierbei die Befreiung vieler Unternehmen von der EEG-Umlage nieder. So wird die Belastung auf weniger Schultern und vor allem auf Verbraucher und kleinere Unternehmen verteilt. Zum anderen  führen paradoxer Weise auch die in letzter Zeit sinkenden Strompreise an der Strombörse zu einer Erhöhung der EEG-Umlage.

Die EEG-Umlage soll unter anderem für den Stromversorger die Differenz zwischen Einspeisevergütung und Beschaffungskosten für Strom auf dem Strommarkt ausgleichen. Je niedriger der Preis an der Strombörse, je höher ist diese Differenz. Dass andersherum viele Stromversorger die gesunkenen Einkaufspreise nicht mindernd in die Strompreise einrechnen, liegt nach Ansicht von Energieexperten auch an den Verbrauchern selbst.

„Der Strommarkt ist inzwischen liberalisiert und ein Wechsel des Stromversorgers ist einfach und risikolos möglich. Allerdings verharrt die Masse der Verbraucher seit Jahrzehnten bei ihrem angestammten Stromversorger“, erklärt Friedhelm Meinaß vom Onlineportal Energieforum-Hessen.de. „Die Stromversorger spüren somit wenig echten Wettbewerb und haben bei der Preisgestaltung weitgehend freie Hand. Hier haben es die Verbraucher es selbst in der Hand und sollten von der Möglichkeit Gebrauch machen, zu einem günstigeren Anbieter zu wechseln.“ Nur so komme langfristig Bewegung in die Strompreise.

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Quelle   energieforum-hessen.de