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01.12.2012

Der Ausweis fürs Haus

Energieausweis liefert Mietern und Käufern wichtige Fakten über die Betriebskosten einer Immobilie.

In Deutschland herrscht Ausweispflicht – für Menschen, aber auch für Häuser. Gebäude, die neu vermietet oder verkauft werden, brauchen einen eigenen Gebäudeenergieausweis. Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) empfiehlt Kaufinteressenten und Mietern sich den Energieausweis vorzeigen zu lassen. Auf einen Blick zeigt er den energetischen Zustand des Hauses an und gibt einen Überblick über die Sanierungsmaßnahmen, die in der Zukunft anfallen könnten. Häuser und Wohnungen können damit leicht miteinander verglichen und die künftigen Kosten für Heizung und Warmwasser besser eingeschätzt werden.

Was verbraucht eigentlich ein Haus?

Den Verbrauch des eigenen Autos kennt nahezu jeder, bei neuen Elektrogeräten gibt es Effizienzklassen. Wie viel Energie das Haus oder die Wohnung verbraucht, wissen die Wenigsten. Dabei wird die Energieeffizienz eines Hauses immer wichtiger, da der energetische Zustand einer Immobilie ausschlaggebend für die Höhe der monatlichen Heizkosten ist. An dieser Stelle setzt der Energieausweis an: Auf einer Skala von grün bis rot wird der jährliche Energiebedarf der Immobilie in Kilowattstunden pro Quadratmeter aufgeführt. Je weiter die Markierung im grünen Bereich liegt, desto geringer sind die Kosten für Heizung und Warmwasser. Hauskäufer wissen dann: Sie profitieren von geringen Heizkosten durch einen guten Gebäudezustand. Sanierungsmaßnahmen wie Dämmung oder eine neue Heizung sind vorerst nicht zu erwarten.

Bedarfsausweis gibt Sanierungsanregungen.

Es gibt zwei Arten des Energieausweises: Den Verbrauchs- und den Bedarfsausweis. Der Verbrauchsausweis legt lediglich die Verbrauchswerte der vergangen Jahre zugrunde, die stark vom Verhalten der Bewohner abhängen. Die dena empfiehlt hingegen den Bedarfsausweis. Zur Ausstellung berechnet ein Energieberater anhand einer technischen Analyse aller Gebäudedaten den Energiebedarf – unabhängig vom Nutzerverhalten. Der energetische Zustand des Hauses sowie mögliche Sanierungsmaßnahmen, mit denen der Zustand verbessert und der Wert der Immobilie gesteigert werden kann, lassen sich so deutlich exakter darstellen.

Bei „alten Schätzchen“ hilft eine Vor-Ort-Beratung.

So manche Immobilie ist Liebe auf den ersten Blick – unabhängig von ihrem Energieverbrauch. Nach dem Kauf lohnt sich dann eine Energieberatung, bei dem ein qualifizierter Experte das Haus unter die Lupe nimmt und einen Bericht erstellt, welche Sanierungsmaßnahmen sinnvoll sind.

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Quelle   Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) 2012