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02.12.2012

Kohlestrom hat keine Zukunft - Klimaschutz jetzt!

Der starke Widerstand des BUND und seiner Verbündeten gegen Kohlekraftwerke hat vielen Neubau-Projekten den Garaus gemacht.

Auch der größere Wettbewerb auf dem Strommarkt gepaart mit den Zuwächsen an erneuerbaren Energien macht Kohlemeiler inzwischen wirtschaftlich unattraktiv. Aber Entwarnung kann trotzdem nicht gegeben werden: Weiterhin werden in Deutschland neue Kohlekraftwerke gebaut und geplant. Und auch die Kohle-Lobby hat längst noch nicht aufgegeben: Das einträgliche Geschäft mit dem dreckigen Kohlestrom soll für RWE, Vattenfall und Co. noch möglichst lange erhalten bleiben.

Doch nicht nur die großen Energiekonzer­ne halten eisern an Kohleverstromung fest, sondern auch die Bundesregierung und einschlägige Landesregierungen wie Brandenburg und Sachsen, die vor allem die dortige Braunkohlewirtschaft „retten“ wollen.  Der Bundeswirtschaftsminister schlug sogar vor, neue Kohlekraftwerke zu subventio­nieren. Dabei sind Investitionen in neue Kohlekraftwerke ökologisch wie wirtschaftlich eine massive Fehlentschei­dung.

Denn es gibt keine klimaschädlich­ere Art der Stromerzeugung als die Verbrennung von Kohle. Zum Vergleich: Kohlekraftwerke sind mehr als doppelt so klimaschädlich wie moderne Gaskraftwer­ke. Die großen Dampfwolken aus den Kühltürmen der Kraftwerke machen ein anderes Problem deutlich: Mehr als die Hälfte der eingesetzten Energie geht meist als ungenutzte Wärme verloren.

Mit ihren hohen Investitionskosten sind Kohlekraftwerke zudem auf eine sehr lange Nutzungsdauer von über vierzig Jahren ausgelegt. Wenn jetzt neue Kohlekraftwerke gebaut werden, legen sie einen hohen Sockel klimaschädlicher Emissionen für Jahrzehnte fest. Außerdem passen sie technisch als träge Grundlastkraftwerke nicht zum schnell wachsenden Anteil an erneuerbaren Energien.

Die Erneuerbaren brauchen zur Ergänzung hoch flexible Kraftwerke, die rasch auf die schwankenden Mengen an Wind- oder Solarstrom reagieren können. Um wirtschaftlich zu sein, müssten Kohlekraftwerke außerdem möglichst rund um die Uhr Strom liefern können – auch hier machen ihnen die stetig wachsenden Erneuerbaren einen Strich durch die Rechnung.

Das zeigt, Braun- und Steinkohlekraftwerke passen nicht mehr in das Energiesystem, sie sind die Auslaufmodelle der Energieerzeugung. Daraus folgt: Will Deutschland seine Klimaziele und die Energiewende schaffen, muss die Bundesregierung den Neubau von Kohlekraftwerken stoppen und für das klimaverträgliche Abschalten der alten Kohlemeiler sorgen.

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Quelle   Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. 2012