Ad

Anzeige

Zurück zur Übersicht

13.12.2012

Protest für mehr Waldschutz im Schwarzwald

65 Prozent der Bürger in den beteiligten Landkreisen befürworten den Schutz der Wälder.

Zehn Greenpeace-Kletterer protestieren mit einem Banner an der Schwarzenbach-Talsperre im Nordschwarzwald für die Einrichtung eines Nationalparks. Auf dem 28 mal 15 Meter großen Banner steht: Der Wunsch dieser Region: Nationalpark Schwarzwald.

Die hohe Akzeptanz der Menschen in der Region ermutigt die Befürworter des Nationalparks. Das ist ein guter Start. Wir wollen noch mehr Menschen informieren und sie von den Vorteilen eines Nationalparks überzeugen, sagt Luis Scheuermann, Waldexperte von Greenpeace.

Das Forsa-Institut befragte in einer repräsentativen Umfrage im Zeitraum vom 7. bis 15. November Menschen aus den Landkreisen Freudenstadt, Rastatt, Claw und Ortenaukreis zur Einrichtung des Nationalparks im Nordschwarzwald.

Breite Zustimmung in der Bevölkerung

Nach der aktuellen Umfrage findet die Einrichtung des Nationalparks in allen Altersklassen Zustimmung. Die Pläne der grün-roten Landesregierung werden außerdem nicht nur von den eigenen Wählern unterstützt. Auch die Mehrheit der CDU Wähler steht dahinter: 56 Prozent befürworten den Nationalpark.

Bereits Anfang September ergab eine repräsentative Umfrage im Auftrag von Greenpeace, dass der Schutz der Wälder für die direkt betroffenen Landkreise ein großes Anliegen ist. Bundesweit wurden 1001 Menschen befragt. 65 Prozent der Baden-Württemberger sprachen sich für die Einrichtung eines Nationalparks aus.

Anschließend starteten Greenpeace-Aktivisten eine siebentägige Wanderung von Stuttgart nach Baiersbronn. Überall wurden wir freundlich empfangen und hatten viele interessante Gespräche, sagt Scheuermann.

Koalitionsvertrag verspricht Waldschutz

Die Landesregierung Baden-Württemberg will laut Koalitionsvertrag einen Nationalpark einrichten. Zehn Prozent der öffentlichen Wälder sollen nach der nationalen Biodiversitätsstrategie aus der Nutzung genommen werden. Bislang sind allerdings weniger als ein Prozent der Waldflächen dauerhaft dem natürlichen Wachstum überlassen.

Greenpeace setzt sich für einen Nationalpark ein, da er erheblich zum Schutz seltener Tier- und Pflanzenarten beiträgt. Nur wenn der Wald in Schutzzonen sich selbst überlasen wird, können wichtige Lernflächen für eine wirklich naturnahe und zukunftsfähige Waldbewirtschaftung entstehen. Ein Nationalpark ist außerdem ein Zugpferd für die regionale Tourismuswirtschaft und erhält dauerhaft regionale Arbeitsplätze. Dies alles zeigen die Erfahrungen aus dem Nationalpark Bayerischer Wald.

Zurück zur Übersicht

Quelle   Greenpeace 2012