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19.12.2012

Auf dem richtigen Weg: China entwickelt sich zum Absatzmarkt

In China beginnt ein Umdenken.

China zwischen Lob und Tadel. Während weltweit die Solarbranche die chinesischen Marktteilnehmer scharf kritisiert, gibt sich die Solarindustrie auf der Intersolar China Konferenz versöhnlich. Im Reich der Mitte entwickelt sich langsam ein heimischer Solarmarkt und Politik, Wirtschaft und Verbraucher setzten immer stärker auch auf dezentrale Stromerzeugung mit Photovoltaik. China auf dem „Weg des Wandels“.

In China beginnt ein Umdenken. Regierung, Verbraucher und Erzeuger betrachten die dezentrale Stromerzeugung mit Photovoltaiksystemen inzwischen nicht mehr nur als ein attraktives Exportgeschäft, sondern beginnen den heimischen Markt langsam zu entwickeln. Im Rahmen der zweiten Netzwerkveranstaltung der Joint Forces for Solar in China, dem „2nd PV Briefing China“, trafen sich 200 nationale und internationale Marktexperten im Rahmen der Intersolar China Konferenz in Peking um diese Entwicklungen zu diskutieren.

Aufgrund der grundsätzlich niedrigeren Systempreise in China, biete sich Photovoltaik dort als Erzeugungsalternative an, so Solarmarkt-Analystin Minnan Wang. Mit Hilfe von Förderprogrammen wie dem Golden Sun and Solar Rooftop Program lege man in China seit 2009 den Grundstein für ein anhaltendes Marktwachstum, meint Wang. Zwar habe die dezentrale Stromerzeugung in China bislang noch kaum klimapolitisches Gewicht, verbessere aber die Energiesicherheit insgesamt, analysiert Leo Jiang, Chief Marketing Officer der Goodwe Power Supply Technology.

Gleichzeitig fordert Jiang, dass sich der chinesische Solarmarkt im Hinblick auf den technischen Fortschritt, auf eine einheitliche Förderpolitik und auf verbesserte Marktstrukturen weiterentwickelt. Auch Fubao Wu, Deputy Director des Renewable Energy Department of China Electric Power Research Institute, adressiert die Politik. Wu verweist darauf, dass die chinesische Regierung schon im September und im Oktober angekündigt habe, dezentrale Stromerzeugung mit Photovoltaik stärker als bislang zu unterstützen. Bis 2016, so Wu, sollen die jährlichen PV-Installationen in China bei rund fünf Gigawatt liegen.

Im zweiten Teil widmeten sich die Referenten und die Panelisten dem Thema „Solar Cities – A Path Towards Low-Carbon Cities“. Als Modellregion stellte Dr. Bernd Dallmann, CEO der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH, seinen Heimatort in Baden-Württemberg vor. Freiburg sei viel mehr eine „grüne“ als nur eine reine „Solar-Stadt“. Bis 2050, so Dallmann solle die Stadt, die in einem Green City Cluster mehr als 140 Technologie-Unternehmen vereint, vollständig CO2 neutral sein.

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Quelle   EuPD Research 2012