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12.02.2014

Meteorologen deuten auf Klimawandel

Das britische Wetteramt, bringt die lang andauernden Regenfälle und die häufigen Stürme auf der Insel mit dem Klimawandel in Zusammenhang.

In einer Zusammenfassung seines Berichts zu den Rekordereignissen der vergangenen Wochen schreibt das Met Office: Zwar sei das Wettergeschehen immer von großer Variabilität gekennzeichnet. Es gebe aber deutliche Hinweise, dass die Intensität atlantischer Stürme zunehme und sie weiter südwärts zögen als üblich. Außerdem gehöre es zur grundlegenden Physik einer sich erwärmenden Welt, dass Regenfälle stärker und häufiger würden. "Wärmere Luft kann nun mal mehr Feuchtigkeit aufnehmen", sagte Julia Slingo, eine der Autorinnen der Studie, der BBC

Betrachtet man den vergangenen Dezember und Januar zusammen, gab es im Vereinigten Königreich zuletzt vor 100 Jahren zwei so feuchte Monate. Der vergangene Januar war sogar der regenreichste, den England – also Großbritannien ohne Schottland und Wales – seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1767 erlebte.

Große Landesteile im Süden stehen unter Wasser, Bahnverbindungen sind unterbrochen und für die kommenden Tage sind weitere Stürme angekündigt. Auf den gesättigten Böden steigt damit die Gefahr von Überschwemmungen. Schon jetzt hat die englische Umweltagentur 14 schwere Flutwarnungen (Lebensgefahr) für Gebiete entlang der Themse ausgesprochen.

An den Küsten werde das Risiko von Überschwemmungen noch durch den Anstieg des Meeresspiegels verschärft, heißt es im Bericht des Met Office. Bis zum Jahr 2030 hält das Amt einen Anstieg von elf bis 16 Zentimeternim Vergleich zu 1990 für wahrscheinlich. Zwei Drittel davon würden durch den Klimawandel verursacht.

Von schweren Stürmen ist zurzeit auch die Bretagne betroffen. Laut einem von Meteo France in Auftrag gegebenen Bericht wird die Region besonders stark unter dem Anstieg des Meeresspiegels leiden. Weltweit könnte er die Wirtschaftskraft bis zum Jahr 2100 um zehn Prozent schmälern, hat die Universität von Southampton anhand von Daten des IPCC berechnet.

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Quelle   KLIMARETTER.INFO | sue 2014