Ad

Anzeige

Zurück zur Übersicht

14.09.2014

Eurobarometer: Deutsche fühlen sich besonders stark als Europäer

Deutschland ist das EU-Land, in dem das Gefühl, Europäer zu sein, am weitesten verbreitet ist.

Die Deutschen verbinden mit Europa einen hohen Lebensstandard und eine hohe Lebensqualität, größere Sicherheit und die Werte Demokratie, Frieden und soziale Absicherung.

Zu diesem Ergebnis kommt das heute (Freitag) vorgestellt Eurobarometer „Das Versprechen der EU“. Das Pilotprojekt wurde in Italien, Deutschland, Dänemark, Portugal, Finnland und Polen durchgeführt. Befragt wurden Bürgerinnen und Bürgern in Fokusgruppen-Interviews, ergänzt durch Tiefeninterviews mit Europa-Experten aus den Bereichen Medien, Wirtschaft und Kultur.

Hauptziel der Studie war es zu verstehen, wie die Bürgerinnen und Bürger die EU wahrnehmen und welche Bedeutung die europäische Idee vor dem Hintergrund der Wirtschafts- und Finanzkrise für sie hat. Gefragt wurde, wie viel Einheit in welchen Bereichen die Bürger wünschen, wie die EU demokratischer werden kann und wie Verantwortung und Solidarität ausbalanciert sein sollten.

Europäer zu sein ist aus Sicht der Befragten, die der EU positiv oder neutral gegenüberstehen, weit mehr als nur eine Frage der geografischen Zugehörigkeit. Toleranz, Friede, Vielfalt werden am häufigsten mit dem Umstand, Europäer zu sein, verbunden.

Für die meisten Befragten findet ihre Identifikation als Erstes über ihre Nationalität statt. Das Gefühl, Europäer zu sein, steht dabei an zweiter Stelle.

Die Befragten verbinden mit der Mitgliedschaft in der EU positive Aspekte wie eine größere wirtschaftliche Stabilität, mehr Wachstum, den Binnenmarkt, Reisefreiheit und eine gemeinsame Währung.

Zu den negativen Aspekten der EU-Mitgliedschaft gehören nach Ansicht der Befragten u. a. Überregulierung und die Sorge, dass EU-Bürger aus anderen Ländern einreisen und den einheimischen Bürgern Arbeitsplätze wegnehmen oder Sozialleistungen in Anspruch nehmen. Die meisten Befragten waren der Ansicht, dass die Errungenschaften der EU im Vergleich zu den negativen Aspekten überwiegen.

Eine engere Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten sei nach Meinung der Befragten von Vorteil beim Umgang mit Flüchtlingen und Einwanderern, bei der wirtschaftlichen Zusammenarbeit, der Stärkung einer gemeinsamen EU-Banken- und Finanzaufsicht und bei einem gemeinsamen Arbeitsmarkt mit europäischen Regeln.

Zurück zur Übersicht

Quelle   Europäische Kommission 2014