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14.06.2012

Schicksale des Klimawandels

"Schicksale des Klimawandels" - Den Autoren dieses Bandes gebührt der Verdienst, uns hierzu Namen, Gesichter und Geschichten zu geben – und uns das Verdrängen so ein wenig schwerer zu machen.

Eine der größten Überschwemmungen in der Geschichte zerstörte Haus und Geschäft von Yang Gengbao und seiner Frau aus der Provinz Guangxi in China. Durch die zunehmende Austrocknung des Tschadsees kann der Fischer Abakar Maydocou Mahamat seine Familie nicht mehr ernähren. Das Dorf des Inuit Grant Kashatok droht aufgrund des zurückgehenden Permafrosts im Wasser zu versinken …

Der Klimawandel ist kein Zukunftsszenario. Er findet längst statt. Ungeschminkt, ohne emotionale Empörung, ohne komplizierte wissenschaftliche Kommentierung, dafür ganz unmittelbar und direkt zeigen uns die beiden Schweizer Fotografen Mathias Braschler und Monika Fischer Menschen aus allen Erdteilen, die schon heute mit den Folgen des Klimawandels zu kämpfen haben.

Wir sehen in die Gesichter von Menschen, die ihre gesamte Lebensgrundlage verloren haben oder unmittelbar davor stehen, sie zu verlieren. Wir sehen Verzweiflung und Resignation, aber auch den Mut, Neues zu wagen, sich anzupassen an veränderte Bedingungen und sich mit dem Klimawandel zu arrangieren, wenn man ihn schon nicht hat verhindern können.

Das allerdings geht nicht immer, nicht überall und längst nicht für alle. Die eindrucksvollen Bilder der Fotografen und die knappen, betont sachlichen begleitenden Texte von Jonathan Watts lassen keinen Betrachter kalt. Sie appellieren dafür, sich nicht länger hinter Zahlen, Analysen und akademischen Diskussionen zu verstecken sondern sich einzugestehen: Der Klimawandel produziert Opfer, und die werden von Tag zu Tag mehr; es sind unsere Opfer, denn es ist unser Lebensstil, der den Klimawandel hervorbringt. Dieser Verantwortung müssen wir uns endlich stellen.

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Quelle   Deutsche Umweltstiftung 2012