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31.01.2013

Kampf um Strom - Mythen, Macht und Monopole

Soeben hat Frau Prof. Claudia Kemfert ihr aktuelles Buch veröffentlicht, dass sich mit den Hintergründen der Energiewende beschäftigt.

Seit Angela Merkel mit der „Energiewende“ den Turbo ein- und die Atomkraftwerke ausschaltete, herrscht in punkto Energieversorgung das blanke Chaos. Das Erneuerbare- Energien-Gesetz (EEG) soll erst abgeschafft werden, dann doch wieder nicht.

Offshore- Windparks werden mit viel Wind gestartet, dann gestoppt. Stromnetze werden geplant, aber nicht gebaut. Plötzlich weiß niemand mehr, wo es eigentlich langgeht.

„Kurz vor dem anstehenden Bundestagswahlkampf hat sich die Energiepolitik in Deutschland in ein Schlachtfeld verwandelt. Ein Schlachtfeld, auf dem laut gestritten und dabei jegliches Handeln blockiert wird“, so Claudia Kemfert.

  • Wem und vor allem was können wir noch glauben?
  • Ist Ökostrom ein Luxusgut?
  • Betreiben wir mit dem Gesetz über erneuerbare Energien Planwirtschaft?
  • Drohen Deutschland Blackouts?
  • Rollt eine Tsunami-Welle von Kosten auf uns zu?

In „Kampf um Strom“ räumt die renommierte Ökonomin vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung mit Öko-Mythen und Energie-Irrtümern auf. Kemfert, die den Ausbau der erneuerbaren Energien offen befürwortet, liefert eine argumentative Auseinandersetzung mit den Thesen und Schlachtparolen der Gegenseite.

Sie fordert ein klares Energieversorgungskonzept und mutige Politiker, die sich gegen den Widerstand der Lobbyisten aller Couleur durchsetzen.

Claudia Kemfert zeigt auch auf, dass die Energiewende letztendlich trotz des Widerstandes kaum aufgehalten werden kann, und wie sich das Kartell der großen Vier nun auf eine Bremser-Taktik verlegt.

Der Umbau unseres Energiesystems ist nach Ansicht von Prof. Kemfert nötig. Er ist aber deshalb jetzt mit steigenden Kosten verbunden, weil in Deutschland „seit Jahrzehnten keine vorausschauende Energiepolitik betrieben wurde“, so die Energieexpertin gegenüber Bild.de (27.01.2013).

Laut Kemfert bezahlen die Verbraucherinnen und Verbraucher jetzt für Managementfehler der Vergangenheit. Um dieses Versagen zu verschleiern, würden die Erneuerbaren Energien zum Sündenbock gemacht. So ließen sich die Kosten des eigenen Versagens „bequem auf die Verbraucherinnen und Verbraucher abwälzen“.

Claudia Kemfert leitet seit April 2004 die Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und ist Professorin für Energieökonomie und Nachhaltigkeit an der Hertie School of Governance in Berlin.

Zuletzt erschienen von ihr die Bücher "Die andere Klima-Zukunft – Innovation statt Depression" (2008) und "Jetzt die Krise nutzen" (2009), beide im Murmann Verlag.

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Quelle   Murmann Verlag 2013