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06.04.2017

Innovationsausschreibungen sollen neue Geschäftsmodelle für Erneuerbare fördern

Mit Innovationsausschreibungen eröffnen sich für Erneuerbare Energie-Anlagen über Innovationen in der Technik oder in der Vermarktung Spielräume für neue Geschäftsmodelle.

Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) e.V. und die Deutsche Messe AG präsentieren mit der Studie „Design von Innovationsausschreibungen im EEG 2017. Innovation Balancing für ein integriertes Energiesystem“ einen Diskussionsvorschlag für ein Ausschreibungsdesign, das tatsächliche Innovationen in der Technik oder in der Vermarktung erfordert und Impulse für den Wettbewerb innovativer Ideen geben kann.

Kernelement dieses von E4tech konzipierten Ausschreibungsdesigns ist, dass beide Seiten – Technik und Vermarktung – ausbalanciert und somit kosteneffizient bleiben. Zusätzlich zur systemdienlichen Anlagenauslegung sollen nach dem Prinzip „Nutzen statt abregeln“ innovative Geschäftsmodelle ermöglicht werden. Voraussetzung ist ein netz- und systemdienlicher Betrieb der Anlagen. So gibt es bereits das EEG 2017 vor, in dem die Erprobung von Innovationsausschreibungen verankert ist. Jährlich sollen 50 Megawatt ausgeschrieben werden.

„Das vorgeschlagene Konzept für Innovationsausschreibungen kennzeichnet sich durch einfach nachvollziehbare Kriterien für die Ausschreibungen und ein einfaches Nachweisverfahren zur Bewertung der innovativen und netzdienlichern Anlagenbetriebsweise, das auf physikalischen Kriterien beruht“, erläutert Harald Uphoff, kommissarischer Geschäftsführer des BEE.

Dabei funktioniere das Ausschreibungsdesign wie eine doppelte Waage: Vorgaben in der Ausschreibung steuern den Grad der geforderten Innovation unter Berücksichtigung von Systemkosten, wie die obere Waage der Grafik verdeutlicht. Die Erfüllung der Anforderungen könne durch innovative Anlagentechnik, innovative Vermarktung oder einer Kombination beider Elemente erreicht werden, wie es die untere Waage symbolisiert.

Neben der Umsetzung technischer Innovationen ist es der Studie zufolge Anlagenbetreibern möglich, über alternative Vermarktungsmodelle Strom zu nutzen, der bislang abgeregelt wird. Dadurch können Erlöse außerhalb des Fördersystems erwirtschaftet werden. „Der Innovation Balancing-Ansatz erfüllt die Anforderungen der Politik und unterstützt einen Ausbau und Einsatz von Erneuerbaren Energien, in dem sie noch stärker Systemverantwortung übernehmen können“, sagt Benjamin Low, Global Director Energy bei der Deutschen Messe AG.

„Auf der Hannover Messe werden wir die Ergebnisse der Studie der interessierten Öffentlichkeit präsentieren und mit dem Ausstellungsbereich Integrated Energy Plaza zeigen, wie wichtig es für das Energiesystem der Zukunft ist, Stromerzeuger und –verbraucher intelligent und flexibel zu vernetzen, um so die Wertschöpfung rund um die Erneuerbaren Energien anzuheben.“

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Quelle   Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) e.V. 2017

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