Ad

Anzeige

Zurück zur Übersicht

05.06.2017

Kommune Warstein forciert Errichtung von Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge

Wie Kommunen sich trotz angespannter Haushaltslage für die Energiewende einsetzen können, zeigt die nordrhein-westfälische Stadt Warstein beispielhaft mit ihrem Engagement für den Ausbau von Ladeinfrastruktur für Elektromobilität.

Mit Beratungsleistungen und Öffentlichkeitsarbeit unterstützt die Stadtverwaltung private und gewerbliche Akteure beim Errichten von Ladeinfrastruktur und schafft so gute Voraussetzungen für mehr Klimaschutz im Verkehr. Für dieses Engagement wird Warstein heute von der Agentur für Erneuerbare Energien als Energie-Kommune des Monats ausgezeichnet.

Mehr als ein Drittel der Kommunen in Nordrhein-Westfalen sind sogenannte Haushaltssicherungskommunen, also Kommunen, die aufgrund eines angespannten Haushaltes ein Sicherungskonzept aufstellen müssen, um schrittweise die Ausgaben an die Einnahmen anzugleichen. Dieser Status erlaubt es kaum, freiwillige Investitionen in Erneuerbare Energien zu tätigen.

Die südwestfälische Mittelstadt Warstein im Kreis Soest hat dennoch einen Weg gefunden, sich insbesondere für die Energiewende im Verkehr zu engagieren. Dafür wird die Kommune heute als Energie-Kommune des Monats ausgezeichnet. „Warstein schafft Rahmenbedingungen, die dazu beitragen, die Anzahl der öffentlichen Ladepunkte zu steigern und somit die Verkehrswende zu beleben“, begründet Nils Boenigk, stellvertretender Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien, die Auszeichnung.

In Warstein gibt es 2017 schon 16 Ladepunkte, an denen Elektrofahrzeuge laden können – so viel wie sonst kaum im südwestfälischen Umkreis. Errichtet wurden die Ladepunkte von mehreren Unternehmen, wobei diese vorab auf die Beratung durch die Stadt zurückgreifen konnten. Die Stadtverwaltung beschäftigt dafür einen Experten auf dem Gebiet, der sowohl über technische Anforderungen als auch über Förderprogramm informieren kann.

„Als Kommune können wir private und gewerbliche Akteure beim Aufbau der Ladeinfrastruktur mittels politischer Rahmengestaltung, Öffentlichkeitsarbeit und Netzwerkbildung unterstützen“, so Bürgermeister Thomas Schöne. Für ihn kann die Energiewende nur erfolgreich sein, wenn auch die Treibhausgase im Verkehrssektor sinken: „Die Elektromobilität kann dazu beitragen, die deutschen Klimaschutz- und Energieziele zu erreichen sowie die Luftqualität zu verbessern und Lärm zu mindern. Eine steigende Anzahl von Elektrofahrzeugen erfordert allerdings einen stetigen Aufbau von öffentlich zugänglichen Ladepunkten. Die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge stellt daher einen Schlüssel für die Verkehrswende dar.“ Im zweiten Schritt muss es dann darum gehen, dass die Ladepunkte auch Ökostrom zur Verfügung stellen. In Warstein ist das bisher u.a. bereits bei zehn Ladepunkten der Fall: Sie stehen auf dem Betriebsgelände eines in Warstein angesiedelten Technologiekonzerns.

„Durch alle diese Maßnahmen zeigen wir, dass auch eine kleine Kommune, die sich zudem noch in der Haushaltssicherung befindet, durch das Miteinander privater Investoren, unterstützt von der hiesigen Bauordnung und einem Fachmann für Elektromobilität, nennenswerte Leistungen für die Energiewende bringen kann“, resümiert Bürgermeister Schöne. Sein Ziel ist es, den Ausbau von Ladeinfrastruktur und Elektromobilität in der Region Südwestfalen weiter voranzutreiben. Schöne setzt dabei zukünftig auf die Zusammenarbeit mit anderen Akteuren, u.a. auch anderen Kommunen in der Region.

Ein ausführliches Portrait der Stadt Warstein finden Sie hier

Zurück zur Übersicht

Quelle   Agentur für Erneuerbare Energien e.V. 2017

Das könnte sie auch interessieren