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26.06.2017

Macron: Keine neuen Öl- und Gaslizenzen

Die französische Regierung will keine Lizenen für die Öl- und Gasförderung mehr vergeben. Das kündigte Umweltminister Nicolas Hulot gegenüber dem Sender BFMTV an.

Damit wolle die Regierung das von Macron angekündigte Moratorium für Fracking-Projekte auf alle Öl- und Gas-Förderpläne ausweiten. Außerdem deutete Hulot an, die Steuern auf Diesel zu erhöhen.

Unterdessen traf Frankreichs Präsident Macron den ehemaligen kalifornischen Gouverneur und heutigen Klimabeauftragten Arnold Schwarzenegger. Beide planen einen neuen weltweiten Pakt für Umweltgerechtigkeit. Dieser könnte Macron zufolge im September den Vereinten Nationen vorgestellt werden. In einer Twitter-Botschaft kündigten sie an: "Make the planet great again" - ein Seitenhieb auf US-Präsident Donald Trump, der seinerseits angekündigt hat, aus dem Pariser Klimaschutzabkommen auszutreten.

Macron hat bereits in der Vergangenheit direkten Bezug auf die US-Klimapolitik genommen. Er animierte US-Klimaforscher, nach Frankreich zu kommen und dort ihre Arbeit fortzusetzen. Außerdem macht sich der Präsident für einen CO2-Mindestpreis in Europa stark, wie die US-Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet. Demnach sollen 30 Euro pro Tonne CO2 im Gespräch sein - sechs mal so hoch wie der derzeitge Preis. Bisher hat sich Deutschland gegen solche Initiativen gesperrt.

Die klimapolitische Agenda der neuen französischen Regierung ist ambitioniert: Bis zum Ende der Amtszeit 2022 soll sich der Anteil der erneuerbaren Energien verdoppeln. Heute liegt er bei rund 15 Prozent. Macron hat angekündigt, die verbleibenden Kohlekraftwerke zu schließen.

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Quelle   Der Bericht wurde von der Redaktion „KLIMARETTER.INFO“ (Joachim Wille) 2017 verfasst – das Nachrichten- und Debattenmagazin zu Klima und Energiewende – der Artikel darf nicht ohne Genehmigung von „Klimaretter.info“ (post@klimaretter.info) weiterverbreitet werden!    

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