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01.06.2019

Österreich: Greta Thunberg in Wien

35.000 Menschen streikten in Wien am Freitag für mehr Klimaschutz

Nicht nur die Jugend, sondern auch Eltern, Großeltern, Künstler und Künstlerinnen, Vertreter und Vertreterinnen aus der Wissenschaft, alles in allem ein buntes Bild an tausenden Menschen. Aus ganz Österreich waren Menschen nach Wien gereist und trafen sich um fünf vor zwölf am Heldenplatz. Sie brachten das aktuelle Massensterben mit Schildern und Nachbildungen ausgestorbener oder bedrohter Arten erstmals sichtbar auf die Straße und zeigten damit die Dringlichkeit der Lage auf. 

Die Fridays For Future Austria hatten zum Streik aufgerufen und forderten gemeinsam mit Greta Thunberg in Wien alle Entscheidungsträger und -trägerinnen zum sofortigen Handeln gegen das Fortschreiten der Klima- und Umweltkrise auf. Der Anfang Mai erschienene UN-Bericht des Weltbiodiversitätrats (IPBES) schlägt Alarm: Eine Million Tier- und Pflanzenarten sind vom Aussterben bedroht, damit sind unsere natürlichen Lebensgrundlagen in akuter Gefahr. Aktuell befinden wir uns im 6. Massenaussterben der Erdgeschichte, verantwortlich dafür sind die menschliche Zivilisation und der Klimawandel. 

"Wir stehen an einem Punkt in der Geschichte, an dem wir uns entscheiden müssen. In den nächsten zehn Jahren müssen beispiellose Maßnahmen getroffen werden, um das Massenaussterben und die Klimakrise zu stoppen. Geschieht dies nicht, steuern wir geradewegs auf einen ökologischen Kollaps zu" heißt es von den österreichischen Fridays For Future Vertreter*innen. 

Am 31. Mai traten neben den Scientists For Future erstmals die die neu gegründeten Artists For Future und Farmers For Future in Solidarität mit der Jugend auf. "Es braucht jetzt eine breite Bewegung aller, nicht nur der Jungen, um rasche Änderungen herbeizuführen. "Auch die Kunst muss dazu beitragen, die Klimakrise in die Mitte der gesellschaftlichen Aufmerksamkeit zu rücken, denn es ist das brennendste Thema unserer Zeit." 

Greta Thunberg brachte es auf den Punkt: "Aus Sicht der Physik ist es noch möglich, das nötige 1,5-Grad Ziel zu erreichen. Aber nicht, wenn wir so weitermachen, wie bisher. Wir müssen unsere Lebensweise radikal ändern, um die Emissionen zu stoppen." 

In einer gemeinsamen Rede richteten Verteter und Vertreterinnen aus allen Bundesländern eine klare Handlungsaufforderung an die Politik: "Wir würden lieber behaupten, dass wir mit Zuversicht in unsere Zukunft blicken können. Aber das tun wir nicht. Denn derzeit werden von den politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern weder auf globaler, noch auf nationaler Ebene Maßnahmen ergriffen, die eine solche lebenswerte Zukunft sichern." Die Emissionen steigen weiter und das Zeitfenster zur Bekämpfung der Klima- und Umweltkrise wird immer kleiner. Wir müssen jetzt handeln!"

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