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01.06.2017

Wall Street verlangt Klimaschutz

Donald Trump will heute seine Entscheidung zum Paris-Abkommen bekanntgeben. Die US-Wirtschaft hat sich längst entschieden – für mehr Klimaschutz.

Selbst die Aktionäre des Ölriesen Exxon Mobil haben inzwischen genug. Sie wollen wissen, was ihre Firma bei zunehmendem Klimawandel noch wert ist.

Die Aktionäre von Exxon Mobil haben dem Management des größten börsennotierten Ölkonzerns der Welt gezeigt, wer Chef ist. Bei der Generalversammlung der Firma am gestrigen Mittwochabend in der texanischen Ölmetropole Dallas stimmten sie gegen das Management. 62 Prozent der Aktionäre wollen, dass Exxon Mobil aufzeigt, wie sich Klimaschutzmaßnahmen auf das zukünftige Geschäft auswirken.

Die Investoren wollen über die "finanziellen Risiken" aufgeklärt werden, die sich aus "einer Reduktion der Nachfrage" ergeben, wenn die Länder Maßnahmen zur Erreichung des "global vereinbarten zwei Grad Ziels" ergreifen. Dem entgegnete Exxon-Mobil-Chef Darren Woods: "Das Management glaubt, dass die Firma die künftigen Auswirkungen von politischen Entwicklungen adäquat untersucht hat." Folglich lehnte Woods den Wunsch der Aktionäre nach mehr Transparenz ab.

Um die Klimaerwärmung auf "deutlich unter zwei Grad" zu begrenzen, wie es das Paris-Abkommen verlangt, müssen zwei Drittel der bekannten Kohle-, Öl- und Gasreserven im Boden bleiben. Die Aktionäre befürchten daher, dass Energiekonzerne viel Geld in neue Fördergebiete investieren, die dann nicht ausgebeutet werden können.

Eines der größten Langfrist-Risiken

Aus diesem Grund verlangten der Pensionsfonds des US-Bundesstaats New York und die Church of England die Offenlegung dieses Klimarisikos. 

Hier können Sie den Hintergrund weiterlesen

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Quelle   Der Hintergrund wurde von der Redaktion „KLIMARETTER.INFO“ (Christian Mihatsch) 2017 verfasst – das Nachrichten- und Debattenmagazin zu Klima und Energiewende – der Artikel darf nicht ohne Genehmigung von „Klimaretter.info“ (post@klimaretter.info) weiterverbreitet werden!  

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